Friesoythe - Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern – eigentlich ist jetzt die perfekte Zeit, um draußen zu sein. Doch das Corona-Virus macht so manchem dabei leider einen Strich durch die Rechnung. Glück hat aber, wer einen Garten hat. Denn jetzt ist die perfekte Zeit, um diesen frühlings-fit und zu einer Wohlfühloase für Tiere zu machen. Das weiß auch Ute Humburg vom Nabu Friesoythe und gibt nützliche Tipps.

Damit sich Vögel oder Insekten im Garten richtig wohl fühlen, braucht es laut der Friesoytherin nicht viel. „Der Garten sollte nicht zu sehr aufgeräumt sein. Die Tiere fühlen sich dort wohl, wo es ein bisschen chaotischer ist. Das sieht man ja auch in Wäldern“, weiß Humburg.

Den Rasen raspelkurz zu mähen, sei deshalb keine besonders gute Idee. Schöner sei es, für Insekten beispielsweise einen Blühstreifen herzurichten. Saatgut dafür ist unter anderem beim Nabu erhältlich und reicht für circa zehn Quadratmeter. „Eigentlich hat doch jeder eine kleine Ecke im Garten, die sich als Blühstreifen eignet. Die wird dann ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Und das tut den Insekten gut“, sagt die Friesoytherin.

Nicht gut für Mensch und Tier sei hingegen die derzeit recht beliebte Kirsch-Lorbeer-Hecke. „Der Nektar ist giftig. Ebenso wie die Blätter und Beeren. Ich würde deshalb lieber eine Buchen- oder Weidenhecke empfehlen. Damit kann man nichts falsch machen und auch sie tun den Insekten gut.“

Ebenfalls wohl fühlen sich Insekten laut Humburg in Insektenhotels, die im Garten aufgestellt werden können. Wer hingegen sehr viel Totholz, also zum Beispiel abgeschnittene Äste übrig hat, könne diese außerdem zu einer Totholzhecke aufschichten. Je nachdem, wie hoch diese wird, diene sie laut Humburg auch als Nistplatz für Zaunkönige.

Wer aber nicht nur dem Zaunkönig einen sicheren Platz zum Nisten bieten möchte, könne die Zeit ebenfalls nutzen, um einen Nistkasten für Vögel zu bauen. Beim Aufhängen gibt es allerdings einiges zu beachten. „Der Nistkasten sollte nicht direkt in der Sonne hängen. Die Vögel können wegen der großen Hitze verdursten“, weiß die Nabu-Expertin. Am besten seien schattigere Plätze im Süd-Osten oder Süd-Westen.

Wird der kommende Sommer wieder so heiß wie im vergangenen Jahr, empfiehlt Ute Humburg, eine kleine Tränke für Vögel und Insekten in den Garten zu stellen. Auch sie selbst hat eine Tränke bei sich im Garten stehen. „Bei mir sind auch noch Pflanzen und kleine Steine drin. Das sieht schön aus, muss aber natürlich nicht bei jedem sein“, sagt Humburg.

Svenja Gabriel-Jürgens
Svenja Gabriel-Jürgens Redaktion Jever, Redaktion Varel