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Wirtschaftsförderung in Friesoythe „Stets Augen und Ohren offen“

Friesoythe - Unternehmen im Ort halten und neue Unternehmen in den Ort holen. Das ist enorm wichtig für eine Kommune. Schließlich ist die Gewerbesteuer, die von den örtlichen Firmen gezahlt wird, eine der wichtigsten Einnahmequellen. Außerdem sichern die Betriebe Arbeitsplätze und tragen so für eine positive Entwicklung des Ortes bei. Daher ist die kommunale Wirtschaftsförderung elementar wichtig für eine Kommune.

Einige Städte haben dafür sogar eigens einen Wirtschaftsförderer eingestellt. In der Stadt Friesoythe liegt diese Aufgabe in den Händen der Verwaltungsspitze. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärten Bürgermeister Sven Stratmann und Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, wie sie Wirtschaftsförderung für die Stadt Friesoythe betreiben.

Netzwerk und Visionen

„Wir haben stets Augen und Ohren offen und suchen das direkte Gespräch mit Unternehmen, von denen wir wissen, dass sie einen Standort für ihren Betrieb suchen“, sagte Stratmann. Dabei sei ein gutes Netzwerk sehr wichtig. Ein gutes Beispiel sei die Ansiedlung von GS agri an der Böseler Straße.

„Wirtschaftsförderung lebt vom persönlichen Kontakt“, sagte Hamjediers. Und damit sei man in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich gefahren. Immerhin habe es in dieser Zeit rund 700 Gewerbeanmeldungen gegeben (inklusive Kleinunternehmer von PV-Anlagen). Diese würden pro Jahr Gewerbesteuern in Höhe von 1,4 Millionen Euro einbringen. Ein Schwerpunkt liege beim Handwerk und der Landwirtschaft. Diese beiden Wirtschaftszweige samt nachgelagerten Bereichen würden rund zwei Drittel der städtischen Gewerbesteuereinnahmen ausmachen.

„Bei Wirtschaftsförderung muss man auch immer visionär denken“, so Stratmann. Man müsse sehen, welche Richtung man in den nächsten Jahren einschlagen wolle. Dann könne man die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Wie etwa durch das Erstellen von Flächennutzungsplänen, die dann im Stadtgebiet ganz konkrete Gebiete etwa für Gewerbegebiete oder Erholung ausweisen. „Wir haben keine Autobahn und keine Eisenbahn. Aber wir haben die B 72, an der sich etwas entwickeln könnte“, sagte Stratmann.

Gründerzentrum

Interessant sei auch die Schaffung eines Gründerzentrums. So gebe es zum Beispiel das Gründerzentrum Oldenburger Münsterland („Start:Punkt“) mit zwei Standorten in Vechta und Emstek-Drantum. Dort bekommen Unternehmen professionelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

Stratmann: „Das könnte man ja auf den Nordkreis ausweiten. Friesoythe stünde so ein Zentrum sehr gut zu Gesicht. Wir stehen für einen dritten Standort auf jeden Fall gerne zur Verfügung.“

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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