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NWZonline.de Region Cloppenburg

MÜNSTERLANDTAG: Fusionen: Frerichs übt Kritik am Offizialat

10.11.2008

NEUENKIRCHEN /VöRDEN Kritik am Offizialat in Vechta hat der Präsident des Heimatbundes Oldenburger Münsterland (OM), Hartmut Frerichs, am Sonnabend beim Münsterlandtag in Neuenkirchen-Vörden geübt. Bei allem Verständnis für die personellen Probleme in den Pfarrgemeinden löse die Art und Weise der Durchsetzung des Zukunftsplans zur Reduzierung der Pfarrgemeinden Enttäuschung und Ärger aus. Das Offizialat solle über seine Reformpolitik gewissenhaft nachdenken, „um Frustration und Kulturverlust als Negativfolgen zu vermeiden“.

Lob hatte Frerichs in seiner Eröffnungsrede dagegen für die Kommunen in OM. Diese seien gut aufgestellt, voller Lebenskraft und am Wohl der Menschen orientiert. Gebietsreformen seien „völlig überflüssig“.

An zwei „Erfolgen“ – so Frerichs weiter – habe der Heimatbund seinen Anteil gehabt: Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta sei wieder der Polizeidirektion Oldenburg unterstellt und der geplante Verkauf der Seitenstreifen entlang der Bundesstraßen durch das Land Niedersachsen nicht erfolgt.

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Festredner Professor Dr. Hermann von Laer (Hochschule Vechta) bezog deutlich Position zum Thema „Fusion in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – Wo bleibt der Mensch?“. Er plädierte für die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen statt der anonymen Großkonzerne, die keine regionale Verantwortung fühlten. Zentraler Begriff für die Lösung aller politischen und wirtschaftlichen Probleme sei die Subsidiarität. Der Staat müsse es den Menschen ermöglichen, sich selbst zu helfen und den Einzelnen stark zu machen.

In der Familienpolitik laufe – so von Laer weiter – zurzeit alles entgegengesetzt zur Subsidiarität. Eine Vervielfachung der Krippenplätze und ihre Finanzierung durch den Staat führten nicht zu mehr Geburten, das widerlege die Statistik. Die meisten Kinder würden im Oldenburger Münsterland geboren, wo es gleichzeitig die wenigsten Krippenplätze gebe, erklärte von Laer. Zwar passten die ländlich-konservative Grundhaltung der Südoldenburger und der „unglaubliche wirtschaftliche Erfolg“ auf den ersten Blick nicht zusammen: Wohlstandsfördernd seien hier aber Verlässlichkeit und die engen Sozialbeziehungen.

Heimatbund-Präsident Frerichs überreichte dem Bürgermeister von Neuenkirchen-Vörden, Alfons Wieschmann, das neue Jahrbuch. Auch dieser übte scharfe Kritik an der Kirche: Im 21. Jahrhundert habe „mittelalterliches Denken um Besitzrechte keinen Platz mehr“.

Darüber hinaus brachte er den Festgästen die Besonderheiten seiner Heimatgemeinde nahe. Er nannte die Fachkliniken, die Entwicklung der touristischen Infrastruktur, das Naturbad, das Schlachtereimuseum und den Kulturbahnhof.

Der stellvertretende Landrat Friedhelm Biestmann erklärte, dass der Begriff Oldenburger Münsterland auch überregional positiv besetzt sei und für eine Erfolgsregion stehe. Mit der bundesweit höchsten Geburtenrate, geringer Arbeitslosigkeit und wettbewerbsfähigen Firmen habe sich eine moderne Wirtschaftsregion entwickelt. Auch Biestmann erteilte der Diskussion um die Neubildung von Regionen oder Kreisen eine Absage. Cloppenburg und Vechta seien „eine starke Einheit unter Wahrung ihrer Zweisamkeit“.

Neuenkirchen/Vörden/up Vielfältig und kontrastreich hat sich Neuenkirchen-Vörden beim Münsterlandtag am Sonnabend seinen Gästen aus den 23 Städten und Gemeinden des Oldenburger Münsterlandes präsentiert. Mehr als 300 Besucher fuhren mit acht Bussen durch die Gemeinde und ließen sich durch Vertreter von Rat und Verwaltung die Sehenswürdigkeiten erläutern. Am Nachmittag präsentierte Moderator Herbert Staas in der Sporthalle ein buntes Kulturprogramm mit unterschiedlichsten Beiträgen der Vereine aus Neuenkirchen und Vörden.

„Die Burskupper Danzlüe“ und „Die flotten Landbienen“ führten Tänze auf. Modernes zeigten die Musikschüler: Die „Fun-Girls“ tanzten Hip-Hop und die Jungen Breakdance. Das Kinderballett der „Neuenkircher Narren“ tauchte als „Men in Black“ auf.

Traditionelles boten die Jagdhornbläser des Hegerings Neuenkirchen und der Männergesangverein Vörden mit Heimatliedern. Der Kirchenchor St. Bonifatius sang „Lollipop“ und „Amazing grace“. Die Band der Haupt- und Realschule Neuenkirchen rockte zu Queens „I want to break free“ und Bonnie Tylers „Total eclipse of the Heart“.

Die Plattdeutsch-AG der Grundschule Vörden spielte Szenen aus dem Schulalltag. „De lüttken Plattenspeelers“ des Neuenkircher Theatervereins führten ein vollautomatisches Klosett von „Toiletten-Franz aus dem Gewerbepark“ vor. Von der Speeldeel Vörden traten Roswitha Buck und Marianne Knebel als „Twee aule Wieber ut Vörden“ an.

Viel Applaus bekamen auch „The Equis“ des Turnvereins Vörden, die zum Hit „Don't funk with my heart“ von den Black Eyed Peas eine reife akrobatische Leistung zeigten. Zwischen den Auftritten gab das Akkordeonorchester Nellinghof unter Leitung von Daniel Jans-Wenstrup Kostproben aus seinem vielseitigen Repertoire.

Bürgermeister Alfons Wieschmann dankte den Gemeindemitarbeitern Sandra Röwe und Ansgar Brockmann, die für die Organisation des Münsterlandtages verantwortlich waren. Wieschmann lobte auch die gute Zusammenarbeit mit Berna Sassen und Heinrich Havermann vom Heimatbund. Der Münsterlandtag 2009 findet in Cappeln statt. Die Gemeinde feiert wie Neuenkirchen im nächsten Jahr 850-jähriges Bestehen.

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