Harkebrügge - Wer in der Vorsaison Zehnter der Abschlusstabelle geworden ist und in der neuen Spielzeit einen Platz unter den ersten drei Teams als Ziel ausgibt, muss gute Argumente haben. Und die hat Fußball-Kreisligist SV Harkebrügge: Der „kleine HSV“, wie sich der Verein selbst gerne nennt, hat sich groß verstärkt. Nachdem das Team von Trainer Uwe Villwock im Laufe der Rückrunde mit der Reaktivierung von Torjäger Piotr Dziuba wieder deutlich an Schlagkraft dazugewonnen hatte, kommt nun zum Beispiel mit Hani Hassan vom Bezirksligisten SV Thüle ein weiterer gefährlicher Stürmer hinzu. Und Maycoll Canizales bringt so viel Erfahrung für das defensive Mittelfeld mit, wie sonst normalerweise nur in zwei Fußball-Karrieren passt. Der 39-jährige ehemalige kanadische Nationalspieler mit dem starken linken Fuß hat nicht nur mit Hansa Friesoythe in der Landesliga gespielt, sondern auch in mehr als 100 Partien reichlich Regionalliga-Luft geschnuppert. Der in El Salvador geborene Routinier war etwa für Werder Bremen II, Hannover 96 II, den VfB Oldenburg, den FC Oberneuland und den SSV Jeddeloh aktiv. Zwischendurch spielte er in Toronto. „Das Saisonziel für die 1. Herren des SV Harkebrügge kann aufgrund der spielstarken und erfahrenen Neuzugänge nur ein Platz unter den ersten drei Mannschaften sein“, macht Coach Villwock klar.
Größere Flexibilität
Zu diesen Hoffnungsträgern gehört auch der 27-jährige Burak Odabasi, der zuletzt für Frisia Loga in der Bezirksliga I aktiv war. Er soll in der Innenverteidigung Abgang Pawel Grocholski ersetzen und dürfte den Fußball-Fans des Kreises Cloppenburg aus seiner Zeit bei BW Ramsloh bekannt sein. Odabasi hat auch schon für den VfB Oldenburg II und die U-19 des VfL Oldenburg gespielt, zudem war er eine Zeit lang in der Türkei höherklassig aktiv. „Mit Justin Horn und Dietrich Schremser haben wir zudem zwei ehrgeizige junge Spieler hinzubekommen, die sehr flexibel einsetzbar sind“, freut sich Villwock, den die insgesamt größere Flexibilität des neuen Kaders in den Grundformationen optimistisch stimmt. „Wir können von der Vierer- oder Dreier-Kette bis hin zur Doppelspitze alles spielen.“
Konstanz gefordert
Allzu große Flexibilität in den eigenen Leistungen wie in der zurückliegenden Spielzeit will Villwock dagegen nicht mehr sehen. Sein Team müsse konstanter werden. Außerdem müsse es stabiler in der Defensive agieren. Da passt gut, dass die für die Defensive nicht ganz unwichtigen, jungen Torhüter Daniel Pigge und Jan Witten von einem Routinier auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. So ist mit Frank Hinrichs ein guter Bekannter als Torwart-Trainer gewonnen worden – der sich zur Not sogar noch selbst zwischen die Pfosten stellen würde. Keine Frage, Flexibilität wird in dieser Saison beim „kleinen HSV“ groß geschrieben.
