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nordwest-zeitung

Wirtschaft im Oldenburger Münsterland Genossenschaften wollen kooperieren

Damme/Schneiderkrug - Auf die aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft reagieren die Genossenschaft GS agri eG (Schneiderkrug) und die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG (LBD, Damme) mit einer Kooperation. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervor.

Effizienz erhöhen

Man wolle durch die Zusammenarbeit die Effizienz der Futtermittelproduktion durch eine gemeinsame Produktionsgesellschaft steigern, gemeinsam digitale Vertriebswege aufbauen und das Wissen beider Firmen im Bereich des Nährstoffmanagements bündeln. Für die Kunden solle sich nichts ändern. Logistik, Fakturierung und Vertrieb erfolgen weiter über die beiden Genossenschaften mit den bekannten Ansprechpartnern. „Perspektivisch können Einkauf, Qualitätssicherung und Produktmanagement zusammengeführt werden, um die Effizienz weiter zu erhöhen“, sagt Stephan Sander, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LBD.

In den kommenden Monaten folgen weitere Gespräche zwischen GS agri und LBD. Dabei wolle man transparent die Kunden und Mitarbeiter einbinden. Für GS agri arbeiten an 23 Standorten über 400 Mitarbeiter. 2921 Mitglieder und 40 000 Kunden zählen zur Genossenschaft. Hauptgeschäftszweig sind die Produktion und der Vertrieb von hochwertigem Mischfutter. Die LBD ist ein führendes Futtermittelunternehmen und wird von 1240 Mitgliedern getragen. 122 Mitarbeiter arbeiten an neun Standorten. GS agri erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 354 Millionen Euro, die LBD 95 Millionen Euro.

Mit der Kooperation reagiere man auf den Wandel im Markt. Dieser sei geprägt vom Verdrängungswettbewerb, sinkenden Tierzahlen und einem rückläufigen Fleischkonsum, sagt Cord Schiplage, geschäftsführender Vorstand der GS agri. So würde ein regionaler Mischfutterproduzent mit einer effizienten Produktion und einem leistungsstarken Portfolio entstehen.

Einen Schritt in Sachen Digitalisierung machen die Genossenschaften mit einer Vertriebsplattform im Internet. Mithilfe von Apps und Online-Portalen schaffe man bei GS agri bereits einen Mehrwert für die Kunden, erklärt Schiplage. 2021 soll die Plattform an den Start gehen.

Online Strategie

Geplant sind drei Anwendungsbereiche. Online können Daten wie Kontrakte und Bestellung eingesehen und verändert werden. Außerdem sollen Betriebsmittel rund um die Uhr eingekauft werden können. Ebenfalls ist ein Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen geplant. Da GS agri bei der Online-Plattform bereits ein Stück weiter sei, könne die LBD profitieren, ist sich Stephan Sander (LBD) sicher.

Außerdem wollen die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen im Bereich des Nährstoffmanagements bündeln. Beide Partner können Lösungen liefern, die bereits erfolgreich am Markt seien. Diese Zusammenarbeit soll im Januar starten.

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