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“bürger Für Garrel“ Kritisiert Ausbau „Land soll Ausbau der Beverbrucher und Großenknetener Straße allein zahlen“

Garrel - Bereits vor der Sitzung des Planungs, Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltausschusses im Garreler Gemeinderat am kommenden Montag, 24. August, 18 Uhr, hat die Fraktion „Bürger für Garrel“ (BfG) im Hinblick auf den geplanten Aus- und Umbau der L 871 (Beverbrucher und Großenknetener Straße) scharfe Kritik an der Landesregierung geübt. Es handele sich um eine Landesstraße, für die Hannover zuständig sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Die BfG-Fraktion spreche sich strikt gegen eine Übernahme des Landes-Kostenanteils durch die Gemeinde Garrel aus. „Es kann und darf nicht sein, dass Verantwortlichkeiten immer wieder von oben nach unten delegiert werden, von Landes- auf Kommunalebene. Am Ende tragen wir die Kosten, die das Land tragen müsste“, so BfG.

Verkehrssicherheit

Seit langem – so die BfG – werde der Ausbau der Beverbrucher Straße von vielen Seiten gefordert, Spurrinnen und Unebenheiten gefährdeten die Verkehrssicherheit. Der Garreler CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley habe kurz vor seiner Wiederwahl seinen Einsatz hierfür versprochen und Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) jüngst zu diesem Zweck nach Garrel eingeladen. Nun würden verschiedene Lösungen vorgeschlagen: Die simple Erneuerung der Fahrbahndecke würde vom Land übernommen werden, für einen aufwendigen Ausbau solle die Gemeinde Garrel aber die Planungskosten und die Grundstücksverhandlungen übernehmen, was mit erheblichen Kosten und personellem Aufwand für die Kommune verbunden sei.

Die BfG-Fraktion erkenne den Bedarf für eine Sanierung der L 871, ein Ausbau auf Kosten der Gemeinde werde jedoch kritisch gesehen. „Dieses Geld könnten wir sinnvoller für kommunale Zwecke einsetzen: z.B. für die Planung einer Umgehungsstraße, so dass die von der BfG-Fraktion vielfach verlangte Beruhigung des Ortskerns ermöglicht werden könnte“, so die BfG. Derzeit würden häufig schmale Nebenstraßen zum Umfahren des Ortskerns genutzt, die dadurch wiederum zum Teil zur Rennstrecke werden. Ein gutes Beispiel hierfür sei der Weißdornweg, über den viele Beschwerden der Anlieger an die BfG getragen worden seien.

Sofern das Land Niedersachsen von sich aus nicht den Bedarf sehe, einen Ausbau voranzutreiben und hierfür den gesamten Aufwand zu tragen, bitte die BfG-Fraktion den Landtagsabgeordneten Bley um seine verstärkte Unterstützung und seinen versprochenen Einsatz.

Mehr Unfälle

Ferner sähen die BfG mit Besorgnis, dass sich durch die steigende Verkehrsdichte immer mehr Unfälle ereigneten. Ein Schwerpunkt liege im Ortskern Garrels, wo es auch immer wieder zu Unfällen mit Radfahrern komme, dies könnte durch eine Umgehungsstraße entschärft werden. Ein weiterer Schwerpunkt entwickele sich an der Landesstraße Garreler Straße/Einmündung Zum Fischteich, als Zufahrt für zwei Reitervereine und den Fischerverein. Auch hier – so die BfG – solle das Land aktiv werden und über Verkehrssicherungsmaßnahmen z.B. in Form eines Tempolimits nachdenken.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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