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Ehemaliger Jugendtreff Garrel Gemeinderat vertagt Entscheidung über Abriss

Garrel - Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Eine Entscheidung über den Abriss des ehemaligen Jugendtreffs an der St.-Johannes-Straße in Garrel hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend in der Mensa der Oberschule vertagt.

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Zum Hintergrund: Im Juni dieses Jahres hatte die Fraktion „Bürger für Garrel“ (BfG) den schnellstmöglichen Abriss des ehemaligen Jugendtreffs beantragt. Gründe hierfür seien neben Vandalismus auch die nötige Entzerrung eines Brennpunktes, dass der Erhalt wirtschaftlich nicht sinnvoll sei und dass das Gebäude nicht mehr für die Jugendarbeit genutzt werde.

Dubiose Aktivitäten

Die Sanierungskosten für das Gebäude wurden laut Bauamtsleiter Ewald Bley mit 335 000 Euro (inklusive Abriss des hinteren Gebäudeteils) ermittelt. Der Neubau eines Gebäudes in gleicher Größe wurde inklusive Gebäudeabriss mit 285 000 Euro beziffert.

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Professor Dr. Markus Kemper (BfG) sprach sich aufgrund von Vandalismus und Meldungen der Nachbarn über dubiose Aktivitäten dafür aus, den ehemaligen Jugendtreff abzureißen. „Es muss etwas passieren!“ Und auch viele Bürger stünden hinter dem Abriss: Kemper wies auf eine NWZ-Umfrage Anfang Juli hin, in der sich 56 Prozent der Online-Nutzer für den Abbruch und 30 Prozent für den Erhalt ausgesprochen hatten.

Weitere Nutzung unklar

Theo Kettmann (FDP) schloss sich Kemper an. „Ich bin dafür, das Gebäude zu entnehmen und dann zu entscheiden, was mit dem Grundstück passiert.“

Mit einem Abriss tue er sich schwer, erklärte hingegen Dirk Koopmann (CDU) und stellte die Frage „Wie soll eine weitere Nutzung aussehen?“. Laut Koopmann müsse man ein Folgekonzept für den ehemaligen Jugendtreff vorher planen. Diesem Vorschlag schloss sich auch Christoph Penning (CDU) an: „Wenn Abriss, dann mit einem stimmigen Konzept!“

Endgültige Entscheidung

Um ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten, beantragte Stefan Meyer (CDU), den Antrag zurück in die Fraktion zu geben. „Darüber soll in einer internen Sitzung beraten werden.“ Es gehe dabei nicht darum, eine Entscheidung hinauszuzögern, betonte Meyer. Diese werde bei der kommenden Ratssitzung gefällt. „Wir müssen wissen, wo es hingeht“, sagte Bürgermeister Thomas Höffmann. Er sprach sich für ein klares Konzept aus, um endgültig entscheiden zu können.

Der Antrag wurde mit 17 Ja-, acht Nein-Stimmen und einer Enthaltung auf die nächste Ratssitzung vertagt.

Neele Körner
Neele Körner Redaktion Wildeshausen
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