Garrel - Die „Garreler Bürgerstiftung Lüttke Lüe“ fördert Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Garrel, damit sie nicht von einer Aktion oder einem Angebot ausgeschlossen werden müssen, weil die Eltern die Maßnahmen nicht bezahlen können. „Kein Kind soll aus finanziellen Gründen von einem Angebot des Kindergartens, der Schule, im Verein oder einer anderen Einrichtung für Kinder und Jugendliche ausgeschlossen sein“, hat sich die Stiftung als Aufgabe gestellt. Die Verteilung der Mittel erfolgt über die Einrichtungen, pro Jahr stehen bis zu 20  000 Euro zur Verfügung.

Jetzt hat das Kuratorium das Betätigungsfeld erweitert. Gefördert werden Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen. „Die Grundversorgung ist zwar sichergestellt“, sagt Kuratoriumsmitglied Franz-Josef Behrens, der diese Aufgabe für die Stiftung koordiniert und vorantreibt. Man wolle mehr Lebensqualität möglich machen. Bessere und mehr Möglichkeiten der Inklusion und der Mobilität werden gefördert.

Tabea Koopmann muss mit erheblichen körperlichen und geistigen Einschränkungen leben. Unter anderem hat sie eine Muskelschwäche, Stehen und Gehen sind nicht möglich. Bei der Frage, wie man ihre Mobilität über den Rollstuhl hinaus fördern kann, hatte die 16-Jährige eine eigene Idee. Bei der Vorlage verschiedener Bilder wünschte sie sich ein Kettcar. Problem: Die Jugendliche ist nicht in der Lage, mit dem Kettcar aus eigener Kraft voranzukommen. Sie braucht ein Kettcar mit Antrieb. Das wiederum ist gleich mit höheren Kosten verbunden.

Jetzt hat die Stiftung „Lüttke Lüe“ geholfen und die Anschaffungskosten übernommen. „Tabeas strahlendes Gesicht ist der Beweis, dass wir mit unserem Zuschuss alles richtig gemacht haben“, freut sich Franz-Josef Behrens. Jetzt sieht man die Jugendliche regelmäßig bei Spazierfahrten in der Umgebung des Hauses ihrer Eltern.

Behrens hat in den letzten Wochen eine Liste mit betroffenen Familien aus der Gemeinde Garrel, in denen ein Kind mit schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen lebt, zusammengestellt. Bei der Suche nach Adressen durch Institutionen ist der Datenschutz eine große Hürde. „Betroffene Familien können sich gern mit mir in Verbindung setzen, wenn man unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchte“, fordert er die Eltern auf. Franz-Josef Behrens ist telefonisch zu erreichen unter der Nummer 04474/8450.