Garrel - 135 Schüler haben am Freitagmorgen in der Oberschule Garrel ihre Zeugnisse in Empfang nehmen können – in drei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen. Schulleiter Markus Berssen blickte auf einen „Start voller Optimismus“ auf dem Weg zu Normalität. Denn die „haben wir von ganzem Herzen vermisst“. Das Schuljahr unter Corona-Bedingungen – „komplett ausgebremst und auf das Minimum reduziert“; die Maßnahmen nachvollziehbar, aber nicht lebenswert, befremdlich und unbefriedigend: „Die Einschränkungen machen uns zu schaffen.“
Gleichwohl werde das Schuljahr im Gedächtnis bleiben, ein „Baustein der Erinnerung“. Der Blick zurück im Gefühl der „verpassten Gelegenheiten“ habe aber auch ein anderes, gründlicheres Erleben ermöglicht. „Nehmt diese Erlebnisse und Erfahrungen und bindet sie in euer Leben ein.“ Denn die Zeit des Nachholens werde kommen, sagte Berssen und forderte die Absolventen auf, „hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen“. Die Abschiedsveranstaltung gebe schon „einen Hauch von Realität wieder“, die Feier am Abend allerdings müsse ausfallen. Das Motto „Gemeinsam stark“ sei eine „tolle und lebenswerte Perspektive“. Auch die Eltern hätten „mitgelernt, mitgefühlt und mitgeeifert“ auf der Zielgeraden zum Abschluss.
9a: Gerrit Abeling, Zena Al-Saloo, Afrah Alselo, Steffi Becker, Timo Behrens, Julian Bröring, Finn Broxtermann, Robert-Andrei Costache, Serif Djozovic, Evelyn Ficher, Johan Fleming, Lukas Gaier, Hannes Grotjan, Samantha Ibishi, Maria Iordache, Dimitri Kislin, Niklas Machleit, Marius Otten, Tim Salzmann, Snegana Schwarz, Marc Trevino, Richard Tsol, Jana Wertmann
9b: Zakirea Al Hamoud, Umut Basgürboga, Jana Bowel, Hakan Colak, Romina Coniku, Mirco Fischer, Alexander Funk, Sarah Heidel, Leon Hempen, Julian Lucien Jäschke, Darius Kern, Yasemin Kilic, Viktorija Laveca, Hamide Osmanaj, Angeli Salo, Dilan Serin, Dorian Sobecko, Katharina Tscherbakov, Simon von Höfen, Emily Wagner, Killian Weberbauer, Nils Willenborg
10a: Levente Balogh, Angelik Becker, Eileen Behrens, Inessa Botte, Michelle Genzel, Max Heckmann, Anita Hibert, Andrej Kislon, Roman Klein, Tabea Kühling, Milena Lehbert, Sophie Lorenz, Philipp Machleit, Rahman Omerovic, Emre Sat, Lisa Scheper, Henoch Schneider, Jennifer Schneider, Fin Tiedeken, Sandra Tsol, Kaan Yasin
10Ga: Tim Behrens, Maik Bekin, Melanie Bittner, Jana Budde, Leonie Budde, Lina Dahlke, Bernd Drees, Milena Getz, Julian Hempen, Marius Hülskamp, Nick Kowatsch, Lea-Malin Marks, Dominik Paul, Hennes Pfannenschmidt, Lennard Pleyter, Anes Selmovic, Jill Taphorn
10Ra: Eric Abram, Emma Deeben, Lennart Drees, Lea Eichner, Gloria Enns, Lukas Ewen, Chayenne Gambietz, Jil Höfer, Finley Hoffmann, Romy Hüttmann, Marieke Kloth, Mia Luthmann, Celina Moor, Emma Mutz, Luis Ostendorf, Bastian Otten, Tabea Riwe, Jette Rolfes, Marcel Rolfes, Marieke Rolfes, Dominik Rücker, Lorenz Schlak, Leon Südkamp, Philip Syben, Janset Firdevs Uyar, Nico Voßmann.
10Rb: Muhamet Bieder, Caroline Blanke, Tabea Brüning, Lina Dziallas, Lia Esters, Dzejlan Fejzic, Daniel Frerichs, Djamilia Lisa Graw, Hanna Grothaus, Noah Hampel, Johann Hilgefort, Emma Hinxlage, Julian Hogeback, Karolin Jeske, Jason Klötz, Celina Litau, Chiara Penning, Marek Pleiter, Pea Preuth, Jan Rolfes, Marlon Schlak, Lea Tangemann, Malte Thoben, Bernd Wilke, Jana Wintermann.
Als Jahrgangsbeste wurden geehrt: 9. Klasse Hauptschule: Jana Bowel, 9b (Notendurchschnitt: 2,2); 10. Klasse Realschule: Lia Esters, 10Rb (1,7); 10. Klasse Hauptschule: Levente Balogh, 10a, (Schnitt: 1,7); 10. Klasse Gymnasium: Melanie Bittner, 10Ga (Schnitt: 1,9).
Auch Bürgermeister Thomas Höffmann blickte auf den Lockdown: Der fehlende soziale Kontakt habe sicherlich am meisten gefehlt. Die Gemeinde sei gefordert, für schnellere Internetleitungen zu sorgen und Fenster für besseres Lüften zu tauschen. Die Abschlussschüler blickten in eine positive Zukunft mit guten Voraussetzungen, eine Ausbildungsstelle zu finden. „Viele Unternehmen sehen positiv in die Zukunft und wollen sich entwickeln.“
Der katholische Pfarrer Paul Horst rief die Jugendlichen auf, getreu ihrem Motto „Gemeinsam stark“ Ideen zu entwickeln, wie die Gesellschaft in 20/30 Jahren aussehen solle. Der evangelische Geistliche Holger Ossowski erinnerte, dass es ohne Anstrengung nicht gehe, aber Lasten nicht alleine getragen werden müssten.
Die Elternvertreterin Manuela Brüning, die nach fünf Jahren sich zum letzten Mal an die Schüler richtete, beglückwünschte Schüler, dankte Lehrern und auch Eltern – die als „Taxifahrer, Brötchenschmierer, Nachhilfelehrer und Jongleuren in Sachen Familienfrieden“ gewirkt hätten.
„Wer hätte gedacht, dass wir froh waren, wieder zur Schule gehen zu können“, erinnerte Schülersprecherin Caroline Blanke (10Rb) an den Lockdown. Sie blickte launig per Video auf die Schulzeit zurück.
