Garrel - Die Impfungen der über 70-Jährigen war die letzte Aktion in der Garreler Sporthalle, bevor die Handwerker anrückten: Für Gesamtkosten in Höhe von rund 320 000 Euro erhält die zwischen 1980 und 1982 erbaute Halle nun einen neuen Hallenboden – „ein Premiumbelag“, wie Bürgermeister Thomas Höffmann am Donnerstag beim Pressetermin berichtete. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit rund 103 000 Euro aus dem Sportstättensanierungsprogramm.

Der rund 40 Jahre alte Boden war rissig geworden und musste häufiger „geflickt“ werden. „Der war durch“, berichtete Carsten Blanke aus dem Bauamt der Gemeinde. Nun kommt ein neuer Boden, der auch Handball-geeignet ist. Die Verwaltung hatte sich im Vorfeld mit der Handballabteilung des BV Garrel ausgetauscht. Denn die Spieler und Spielerinnen müssen sich nicht nur an einen neuen Untergrund gewöhnen, sondern auch an eine neue Farbe: Blau soll er werden.

Rund 1250 Quadratmeter Boden sind bereits entfernt worden, nun wird der neue Schwingboden installiert. Auch die Prallwände werden erneuert: Birke-Multiplextafeln in heller Holzoptik werden installiert.

Da die Halle auch für Veranstaltungen genutzt werden soll – so richtet der Musikverein Garrel hier sein Frühjahrskonzert aus und die Gemeinde plant zum 150-jährigen Bestehen im kommenden Jahr dort zwei Veranstaltungen – sind nicht brennbare Materialien gewählt worden.

In die Quere kommt die Sanierung allerdings der Vorbereitung der Handball-Abteilung. Das Frauen-Team spielt in der Dritten Liga, die weibliche A-Jugend will in der Bundesliga an den Start gehen und hat für die Qualifikationsrunde gemeldet. Die Handballer können aber auf Hallen in Ahlhorn und Huntlosen ausweichen. Darüber hatte Bürgermeister Thomas Höffmann Einvernehmen mit dem Rathaus in Großenkneten erzielt. „Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Gemeinde hätte gerne die Corona-Krise mit der Schließung der Sporthalle für die Sanierung genutzt, doch: „Wir sind an Ausschreibungen gebunden“, begründete Bürgermeister Höffmann.

In den vergangenen Jahren waren die Lüftungsanlage, die Beleuchtung und auch die Lichtkuppeln saniert worden. Und das nächste Projekt wird im Rathaus bereits geplant: Das Flachdach über den Kabinen muss saniert werden. „Es gibt immer etwas zu tun“, stellte Verwaltungschef Höffmann fest.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)