Garrel - Mit dem Antrag für mehr Artenschutz, vorgelegt von der SPD-Fraktion, hat sich der Planungs- und Umweltausschuss befasst. Damit solle „ein wichtiges Zeichen für den Erhalt unserer Artenvielfalt gesetzt und dabei gleichzeitig das Landschaftsbild deutlich aufgewertet“ werden.
Jährliche Informationen
Im Ergebnis soll die Verwaltung nun prüfen, inwieweit weitere Blühwiesen angelegt werden können. Die Gemeinde stellt dafür die Mittel zur Verfügung. Der Fachausschuss wird jährlich über die Maßnahmen informiert. Allerdings weist die Verwaltung daraufhin, dass aktuell nur sehr wenig geeignete und nicht verpachtete Flächen dafür zur Verfügung stehen. Sie verweist darauf, dass die Gemeinde aktuell auf rund einem dreiviertel Hektar Fläche verschiedene Samenmischungen ausgesät habe. Diese entwickelten sich unterschiedlich, daher sollten, so die Verwaltung weiter, zunächst Erfahrungen mit den angelegten Blühwiesen gesammelt werden.
Zudem soll die Gemeinde auf mögliche Förderprogramme beim Anlegen von Blühwiesen hinweisen. FDP-Ratsherr Theo Kettmann wies auf Blühpatenschaften hin.
CDU-Ratsherr Ludger Tapken attestierte dem Antragssteller „fehlende landwirtschaftliche Kompetenzen“ und bezog sich damit vor allem auf „Verallgemeinerungen“ in der Formulierung des Antrags. Tapken wies zudem auf ein bestehendes Blühstreifen-Projekt in Kooperation zwischen Landwirtschaft und Hegering hin, das im Bezirk Tweel 2018 seinen Anfang genommen hatte und schon gute Erfolge zeigte. Landwirte müssten nicht über Förderprogramme aufgeklärt werden, meinte Tapken.
Schritt für Schritt
Blühstreifen sollten „nicht werbewirksam“, sondern dort angelegt werden, wo sie sinnvoll seien, sprach sich Tapken gegen einen weiteren Punkt im SPD-Antrag aus. Demnach sollte die Verwaltung prüfen, ob Flächen zwischen Radweg und Straße für Blühstreifen geeignet seien. Laut Antrag sollten schrittweise Straßenzüge ausgewählt und dem Gemeinderat präsentiert werden.
Verkehrssicherheit
Die Verwaltung beurteilte diesen Punkt kritisch, weil es sich überwiegend um Flächen mit geringer Breite handele, auf denen häufig auch Bäume stünden. Sie verwies vor allem auf die Verkehrssicherheit und Unterhaltung. Durch das Mähen könnten sich die Flächen nicht wie gewünscht entwickeln. Dieser Punkt wurde aus dem Vorschlag gestrichen, die verbliebenen beiden einstimmig dem Verwaltungsausschuss zum Beschluss empfohlen.
