Garrel - „Alle Erwartungen gesprengt“ – Bürgermeister Thomas Höffmann zog am Donnerstag eine positive Bilanz des Stadtradelns, an dem die Gemeinde Garrel erstmals teilgenommen hatte. „Ein sehr guter Erfolg, der uns positiv überrascht hatte.“
Die Zahlen sprechen für sich: 107 890 geradelte Kilometer, 358 aktive Radelnde, 39 beteiligte Teams und unter dem Strich 16 Tonnen CO
Der Bürgermeister selbst – die Verwaltung stellte 16 Teilnehmer – hatte sich an der Aktion beteiligt und war an einem Tag vom Wohnort Kamperfehn nach Garrel zur Arbeitsstelle per Fahrrad gefahren – „leider hat es geregnet“, sagte Höffmann mit einem Lachen. „Aber es hat Spaß gemacht.“
50 Kilometer pro Tag
Den hatte auch Anne Behrens. Sie erradelte insgesamt 1337 Kilometer in dem dreiwöchigen Aktionszeitraum – und legte damit mehr Kilometer zurück als jeder andere Teilnehmer des Garreler Stadtradelns. Rund 50 Kilometer am Tag sei sie im Durchschnitt gefahren, berichtete Anne Behrens, legte aber Wert auf die Tatsache, für das Team gefahren zu sein. Das hieß „FoKüHiBeVo“ und setzte sich aus fünf befreundeten Familien zusammen. Zum Team gehörte auch Günther Hinxlage, der 1302 Kilometer fuhr, und Anne Behrens’ Ehemann Otto Behrens, der es auf 1220 Kilometer brachte.
Insgesamt kam die Gruppe (mit elf Teilnehmern) mit 7976 Kilometern auf Rang vier. Für die beste Teamleistung sorgte aber der Radsportclub Garrel: Für 11 777 Kilometer traten die 34 Radler in die Pedale und sparten so 1731 Kilogramm CO
Holländisches Modell
RSC-Vorsitzender Reinhard Meyer hatte bei seinen Touren durch Gemeinde und Landkreis allerdings Verbesserungsbedarf festgestellt: Radwege seien teils in marodem Zustand und zu schmal ausgebaut. Er plädierte dafür, Radfahrer gerade auf Gemeindestraße nach holländischem Vorbild auf die Straßen zu holen.
