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St. Johannes Baptist Tausende verabschieden Pfarrer Paul Horst

Pfarrer Paul Horst wurde verabschiedet. Nach der Messe marschierte er im Beisein zahlreicher Wegbegleiter durch ein Spalier der Schützen zur Oberschule.

Pfarrer Paul Horst wurde verabschiedet. Nach der Messe marschierte er im Beisein zahlreicher Wegbegleiter durch ein Spalier der Schützen zur Oberschule.

Reiner Kramer

Garrel - Die voll besetzte Garreler Pfarrkirche St. Peter und Paul, zahlreiche Fahnenabordnungen, fast 80 Messdiener sowie ein eigens gegründeter Projektchor aus den Gemeindeteilen zeugten am Sonntag von der Bedeutung, die Pfarrer Paul Horst in der katholischen Kirchengemeinde genießt. In einem feierlichen Hochamt wurde der Geistliche nach 43 Priesterjahren, davon 20 in Garrel, in den Ruhestand verabschiedet. 

Bischof

Die Verabschiedung sei ein Einschnitt, sagte Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen: für die Kirchengemeinde, für den Pfarrer und auch für ihn: „Es fängt etwas Neues an.“ Im Jahr 2000 wurde Paul Horst Pfarrverwalter in Nikolausdorf, am 4. Oktober 2004 dann Pfarrer in der neu gegründeten Gemeinde St. Johannes Baptist – die erste Gemeinde, die in der Neustrukturierung fusioniert worden war. Der Neuanfang sei seinerzeit geprägt von einem Prinzip, das Pfarrer Paul Horst ermöglicht habe: „Soviel wie möglich vor Ort, so viel wie nötig gemeinsam“. Ein Prinzip, das er nach Dresden mitgenommen habe, denn: „Die Kirche lebt vor Ort, christliches Leben kann man nicht zentralisieren.“ Er habe die Menschen „machen lassen“ – ein ganz wichtiges Signal in die Kirche hinein, das vermutlich mit Einführung der großen pastoralen Räume noch wichtiger werde.Das Kontinuum im Leben von Paul Horst sei die Nähe zu den Menschen, so der Bischof weiter: zu den Kranken, zu den Trauernden, zu den Ehejubilaren, zu den jungen Familien, zu den Gremien in den Pfarreien, zu den Vereinen und Verbänden – aber auch den Priestern. Er habe sich als Mitarbeiter des Bischofs in den Gemeinden verstanden. 

Pfarreirat

Pfarreiratsvorsitzende Michaela Möllmann verlas ein Grußwort von Weihbischof Wilfried Theising, der am Nachmittag zu den Feierlichkeiten dazustoßen wollte. Dieser brachte seinen großen Respekt und Dank für Horsts segensreiches Wirken zum Ausdruck. Vieles geschehe im Verborgenen und doch könnten die Früchte seines Wirkens wahrgenommen werden.Im Namen des Pfarreirats sagte Michaela Möllmann: „Wir hätten Dich gerne behalten.“ Freiheit, die schon in Horsts Primizspruch Thema war, sei für ihn noch heute Leitlinie seines Handelns: „Sie sind offen für Neues und wissen, dass die Veränderungen in der Gesellschaft neue Wege verlangen.“ Die offene Art habe es vielen Ehrenamtlichen erleichtert, ihre Ideen umzusetzen. Die Unterstützung aller Vereine in der Gemeinde sei ihm ein Anliegen gewesen. 

Bürgermeister

Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann sagte: Die Gemeinde Garrel verliere an diesem Tag nicht nur einen Pastor und Amtsträger, sondern einen Menschenfreund und Seelsorger. „Wir sind dankbar, dass wir wahre Nächstenliebe und echte Freundschaften erfahren durften.“ Es sei Paul Horst ein großes persönliches Anliegen gewesen, dass Kirche auch konfessionsübergreifend eng und vertraut mit der politischen Gemeinde zusammenarbeite, um die gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern.Pater Mathew Jacob Thiruvalil, der Provinzial von Pater Thomas aus dem indischen Bethany-Orden, bedankte sich für die Fürsprache und Unterstützung des Ordens. Auch im Namen des verhinderten Pastors Holger Ossowski sagte Carl Mathias Wilke an Paul Horst gerichtet: „Du hast etwas bewegt in Garrel, auch in ökumenischer Hinsicht.“

Kinder aus den katholischen Kindergärten brachten in der Kirche ein Ständchen und übergaben Segenswünsche. Durch ein Spalier der Schützenschwestern und -brüder marschierte Paul Horst zur Mensa der Oberschule, wo ein Fest der Begegnung geplant war. Dort hielten weitere Gruppen, Vereine und Verbände Überraschungen für den Geistlichen bereit. 

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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