Garrel - Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge versucht im Auftrag der Bundesregierung, Kriegstote zu finden, zu bergen, zu bestatten und deren Gräber zu pflegen. Bis heute werden Kriegstote auf den früheren Schlachtfeldern gefunden. Darüber hinaus pflegt die Vereinigung eine Erinnerungskultur und organisiert Begegnungen junger Menschen an den Gräbern der Gefallenen. Der Unterstützung des Bundes haben sich in den vergangenen Wochen auch die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Garreler Oberschule verschrieben. Sie haben für die Organisation eine Haussammlung durchgeführt.
Unter Leitung und mit Hilfe der Lehrerin Carina Mock wurden 13 Gruppen gebildet, bestehend aus 31 Jugendlichen. Das Engagement der Jugendlichen brachte ein Ergebnis in Höhe von 2107 Euro. Alle Beteiligten erhielten jetzt eine Urkunde von der Kriegsgräberfürsorge. Kristina Seibel bedankte sich bei den Jugendlichen und händigte die Urkunden aus. Auch 79 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges finde man immer noch Kriegstote, sagte die Mitarbeiterin. Sie berichtete von einem Beispiel aus Leer, wo die Angehörigen eines gestorbenen Amerikaners ermittelt werden konnten. Sie habe bei einem Besuch in Leer die Schwester des Gefallenen betreut, die ihren Bruder nicht kennengelernt hat. Jetzt habe sie am Grab einen Ort für ihre Trauer gefunden, so Seibel.
Auch Schulleiter Markus Berssen bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern. Er lobte das Engagement und die besondere Leistung, die durch einen beachtlichen Spendenbeitrag honoriert worden seien. Die Haussammlung erfolgte in Absprache mit der Gemeinde, die auch die verplombten Spardosen zur Verfügung gestellt hatte.
Die jungen Unterstützer der Kriegsgräberfürsorge wurden vor der Sammlung mit einem Video und Informationen motiviert. Die Spende aus Garrel ist ein Beitrag für die Pflege von 830 Friedhöfen in 45 Ländern mit 5,4 Millionen Gräbern. Durch die Sammlungen wollten die Schülerinnen und Schüler auch das Motto der Kriegsgräberfürsorge „Gemeinsam für den Frieden“ unterstützen.
