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Ende September ist Schluss Garten-Café in Ramsloh schließt seine Pforten

Haben in den vergangenen zehn Jahren gerne ihr Garten-Café eröffnet: Annelen und Hans Heyens.

Haben in den vergangenen zehn Jahren gerne ihr Garten-Café eröffnet: Annelen und Hans Heyens.

Renke Hemken-Wulf

Ramsloh - Eine Tasse Kaffee unter dem großen Eichenbaum trinken oder ein Stück Kuchen am idyllischen Teich genießen: Das können Gäste seit zehn Jahren regelmäßig im Garten von Annelen und Hans Heyens. Doch Ende September soll nun Schluss sein. Dann öffnet das Garten-Café an der Hauptstraße vor den Toren Ramslohs zum letzten Mal seine Pforte. „Zehn Jahre sind genug. Jetzt heißt es, auf zu neuen Taten“, sagt Hans Heyens.

Langsam gewachsen

2009 hatte das Ehepaar erstmals bei der Aktion der „offenen Gartenpforte“ ihre grüne Idylle der Öffentlichkeit präsentiert. Vor zehn Jahren gingen sie dann den nächsten Schritt und eröffneten ihr Garten-Café. Seitdem konnten Besucher von Anfang Juni bis Ende September immer sonntags von 12 bis 17 Uhr inmitten von bunten Blumen sowie heimischen Obstbäumen hausgemachten Kuchen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee genießen und sich auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Gelände frei bewegen. In den folgenden Jahren besuchten dann auch Gruppen unter der Woche das Gartenparadies. „Wir sind langsam gewachsen.“ Wichtig sei ihnen dabei aber gewesen, dass es immer noch ihr privater Garten bleibe. Daher blieb es in dem Jahrzehnt bei einem Öffnungstag.

„Viel Spaß gemacht“

Das Kuchenbacken und die Gartenpflege seien zudem eine Menge Arbeit gewesen. Dazu seien sie immer vom Wetter abhängig gewesen. Wenn es zu nass oder zu warm war, kamen eher weniger Gäste, an anderen Tagen gab es einen regelrechten Besucheransturm. Doch insgesamt sei alles gut gelaufen und es habe ihnen sehr viel Spaß gemacht, sagt das Ehepaar: „Wir haben viele tolle Leute kennengelernt. 99,9 Prozent unserer Besucher waren nett.“ Auch das Feedback und die Gespräche seien immer erfreulich gewesen. Daher sei ihnen der Schritt, ihr Garten-Café zu schließen, sehr schwer gefallen. „Auch viele der Gäste sind traurig, dass wir schließen“, erzählt Annelen Heyens. Doch es sei nun an der Zeit gewesen. Die freien Sonntage wollen sie nun für Ausflüge nutzen.

Beliebtes Ausflugsziel

Ihre Stammkunden kamen auch nicht nur aus dem Saterland, sondern sehr viele auch aus Ostfriesland, Visbek, Wildeshausen oder Oldenburg. Für viele sei das Café ein beliebtes Ziel einer Fahrradtour gewesen. Außerdem liegt es an der Moorerlebnis-Route. „Wir wollen uns bei allen Gästen bedanken, die uns toll zur Seite gestanden haben“, betont das Ehepaar. Einige seien auch bei schlechtem Wetter gekommen, da sie wussten, dass ja extra Kuchen gebacken worden war.

An den noch verbleibenden drei Sonntagen im September wird das Garten-Café jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zum Abschluss soll es am Sonntag, 25. September, auch einen Flohmarkt ab 11 Uhr geben, bei dem Verschiedenes, das sich in den vergangenen zehn Jahren angesammelt hat, angeboten werden soll.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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