Altenoythe - Nach einem Gasunfall am frühen Montagmorgen in Altenoythe, bei dem ein 37-jähriger Mann ums Leben gekommen war, hat die Polizei jetzt abschließende Details bekannt gegeben. „Am Morgen des 27. März wurde der Verstorbene auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg rechtsmedizinisch untersucht. In diesem Zusammenhang konnte eine Gewalteinwirkung ausgeschlossen werden. Als vorläufiges Ergebnis ist eine CO-Vergiftung des 37-Jährigen anzunehmen“, teilt Simone Buse aus der Pressestelle der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta mit. Als CO wird in diesem Zusammenhang Kohlenmonoxid bezeichnet, ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas.
Brandermittler vor Ort
Ebenfalls wurde am Mittwoch das Mehrparteienhaus an der Altenoyther Straße durch Brandermittler begutachtet. „Eine gemeinsame Inaugenscheinnahme des Heizungsraumes durch Brandermittler der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und eines Sachverständigen in Anwesenheit des Hauseigentümers, des Bezirksschornsteinfegermeisters sowie auch des Installationsunternehmens am gestrigen Vormittag ergab, dass die Ölheizungsanlage ursächlich für den massiven Gasaustritt gewesen sein dürfte. Die Ermittlungen zur Ursache dauern noch an“, so Buse weiter.
Insgesamt lebten in dem Mehrfamilienhaus zu diesem Zeitpunkt 15 Personen, wie die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt. Neben dem Verstorbenen klagten nach dem Gasunfall zehn weitere Hausbewohner vor Ort über gesundheitliche Probleme – die übrigen vier hatten keine Beschwerden. In dem Mehrparteienhaus lebte auch eine Familie mit sechs Kindern im Alter von vier bis 15 Jahren. Weiterhin war zum Unfallzeitpunkt eine Nicht bei der Familie. Sie war eine der Personen, die zur Überprüfung mit ins Krankenhaus gebracht wurde – stationär aufgenommen wurde aber niemand.
Keine „Arbeiterunterkunft“
Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte die Polizei weiterhin mit, dass es sich bei dem Wohnhaus nicht um eine klassische „Arbeiterunterkunft“ handelt. Alle drei Wohnungen seien durch normale Verträge durch die Bewohner angemietet worden. Theoretisch könnten die Bewohnerinnen und Bewohner laut Polizei auch schon in ihre Wohnungen zurück, doch die Heizungsanlage ist weiterhin defekt, sodass auch kein Warmwasser produziert werden kann. Ende Mai müssten ohnehin alle Bewohner aus dem Haus ausziehen, ihnen ist fristgerecht gekündigt worden, da der Eigentümer wie berichtet plant, das Wohnhaus abzureißen und neue Mehrparteienhäuser auf dem mehr 1800 Quadratmeter großen Grundstück zu errichten.
