Garrel - Warum ruhen die Arbeiten an der „Starnberger Hütte“ des Unternehmers Ernst Kemper im Bereich Varrelbuscher Straße/Eichkamp? Diese Frage stellten sich viele Garreler in den vergangenen Monaten. Zwar wird mittlerweile wieder unter Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet. Dabei hätte sie schon vor einem Jahr fertig sein sollen.
Die Spekulationen waren ins Kraut geschossen. Im Gespräch mit unserer Redaktion führt Kemper Auseinandersetzungen mit dem Bauunternehmen aus Süddeutschland an. Unter anderem musste das Dach neu eingedeckt werden. Neue Holzschindeln wurden aus dem Allgäu geliefert. „Strich drunter“, sagt Ernst Kemper und blickt nach vorne. Wobei ihn diese Episode wohl noch länger beschäftigen wird. Mittlerweile sind andere Unternehmen mit dem Bau der Almhütte beauftragt.
Estrich verlegt
Jüngst wurde der Estrich verlegt, der Boden für die Terrasse ist abgeschoben, Fliesen sind im Sanitär- und im Küchenbereich angebracht, in der nächsten Woche folgen diese im Saal. Dort liegen große Rohre, die für die Be- und Entlüftung unter die Decke gezogen werden. „Ein Ende ist in Sicht“, freut sich der Inhaber des Garreler Zeltbetriebs.
Einen konkreten Eröffnungstermin möchte Kemper noch nicht festlegen, rechnet aber mit der Fertigstellung im Spätherbst. Über Social Media gebe es künftig weitere Informationen. Gemeinschaftsweihnachtsfeiern sollen in der neuen Hütte jedenfalls schon ausgerichtet werden, ist der Garreler mittlerweile zuversichtlich. Buchungen nimmt er aber noch nicht entgegen – sicher ist sicher.
Denn die Almhütte soll künftig auch für Hochzeiten oder Firmenfeiern komplett gebucht werden können. Grundsätzlich sind Öffnungszeiten von donnerstags bis samstags geplant. Besucher sollen sich über eine Webseite Plätze reservieren können. So sei der Personaleinsatz besser zu kalkulieren. Bayrische Küche von der Brotzeit bis zur Haxen soll serviert werden – möglicherweise zunächst über einen Caterer. Dazu unter anderem bayrisches Bier. Das Mobiliar – Holztische und -bänke in drei verschiedenen Längen – ist bereits ausgewählt und wird wohl Ende September geliefert.
Gemütliche Atmosphäre
Weihnachtsfeiern und Kohlessen hat Ernst Kemper schon fest im Blick. Das Personal steht ihm zur Verfügung, enden doch Mitte September die Schützenfeste und damit der Zeltbetrieb.
Eine gemütliche Atmosphäre soll in der 12 mal 30 Meter großen Hütte geschaffen werden, um auch länger beieinander sitzen zu bleiben, sagt Ernst Kemper und setzt dabei auf das Händchen seiner Frau Ulla. Dazu beitragen sollen das Licht und die Deko. Und DJs oder Bands, die ihr technisches Equipment an die installierte Anlage andocken können.
150 Besucher können im Saal Platz finden, weitere 150 auf der Terrasse, die hinter der Hütte hin zur Varrelbuscher Straße angrenzend an den Garten geschaffen wird. Im Saal wird ein Lounge-Bereich abgetrennt. Über eine Fußbodenheizung kann der Saal beheizt werden. Über eine Wärmepumpe wird Strom erzeugt. Es geht voran auf der Almhütte in der norddeutschen Tiefebene.
