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NWZonline.de Region Cloppenburg

Geerntet und gelaufen

29.08.2019

Der 1. Triathlon Club Oldenburg (TCO) „Die Bären Oldenburg“ hatte zum jährlichen Triathlon ans Zwischenahner Meer geladen, und neun Athleten der „Trifreaks“ des SV Hansa Friesoythe waren startklar, vor dem traditionellen Saisonabschluss-Grillen noch einmal zu laufen. Auf der olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen/40 Kilometer Rad/10,8 Kilometer Laufen) räumte Bernd Teipen mit dem vierten Platz und 2:30:28 Stunden in der M 50 ordentlich ab. (31:43 Minuten/1:08:16 Stunden/ 50:28 Minuten). Michael Röckmann (14. in der M 45) folgte in 2:47:29 Stunden (32:24 Minuten/1:16:34 Stunden/ 58:29 Minuten).

Die Männerstaffel mit einem großartig fahrenden Ralf Tiedeken in der Mitte (1:03:55 Stunden) belegte einen guten sechsten Platz in 2:32:42 Stunden. Es schwamm Uli Behrens mit einer starken Zeit von 32:43 Minuten. Den Lauf erledigte Johannes Pancratz in 56:02 Minuten.

Auf der Sprintdistanz (0,75 Kilometer Schwimmen/27 Kilometer Rad/5,4 Kilometer Laufen) lies es Stefan Deyen noch einmal richtig krachen. In 1:22:06 Stunden stürmte er in die Top Fünf und siegte in seiner Altersklasse M 35 (13:08 Minuten/46:11 Minuten/ 22:46 Minuten). Ihm folgte Tobias Pancratz (5. in der AK 30) in 1:32:01 Stunden (14:14 Minuten/50:57 Minuten/ 26:49 Minuten) Direkt dahinter landete Heinz Hermann Thelken mit Altersklassenplatz 3 auf dem Treppchen in 1:33:59 Stunden (16:49 Minuten/ 49:41 Minuten/ 27:28 Minuten).

Szabolcs Herman kam mit guten 1:48:26 Stunden (18:35 Minuten/ 56:09 Minuten/ 33:41 Minuten) bei seinem dritten Triathlon überhaupt ins Ziel.

Zum Ernten der Getreidefläche hinter dem Schützenhaus in Neuscharrel hatte der Heimatverein Neuscharrel eingeladen. Dafür hatte Leo Cloppenburg seine alten antiken Hanomag- und McCormick-Trecker, sechs an der Zahl, sein Mähwerk, den Mähbinder, die Dreschmaschine Marke Trenkamp/Rekord 8 und einen typischen Ackerwagen zur Verfügung gestellt – alle Maschinen sind voll einsatzfähig. „Peiterbült“ – Ernten wie zu Zeiten der Urgroßeltern – wollte der Heimatverein zeigen.

Begonnen hatte der Tag mit einem Wortgottesdienst in der Kirche. Ab 11 Uhr begann die Erntefeier. Dazu begrüßte Hans Gerd Eilers als Vorstand des Heimatvereins viele Mitglieder und Besucher, den Ehrenvorsitzenden Werner Fuhler, Ortsvorsteher Stefan Fuhler und auch den neuen Schulleiter der Grundschule, Webbe Heinze.

Für den Sensenschnitt wurde zunächst die Sense gedengelt. Danach wurden einige Reihen Getreide mit der Sense gemäht. Die Garben wurden von Frauen und Jungen mit Bikhaken zusammengenommen, gebunden und zu Hocken aufgestellt.

Cloppenburg brachte anschließend seine Mähmaschine zum Einsatz. Mit dem Mähbinder wurde dann das Feld zu Ende abgeerntet. Die Besucher stellten nun die abgelegten Garben zu Hocken zusammen. Auf dem Ackerwagen wurde das Erntegut zur Dreschmaschine transportiert, die mit Hilfe des Treckers angetrieben wurde, um das Korn zu dreschen.

Die Besucher erlebten, mit wie viel Mühe und Arbeit Getreide früher geerntet und eingeholt werden musste. Eine erste große Erleichterung brachte den Landwirten damals die Erfindung des Mähbinders, der Mähen und Binden in einem Arbeitsgang erledigte, und bis Ende der 60er Jahre in Deutschland verbreitet war – bis er dann schließlich von den Mähdreschern verdrängt wurde.

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