Nikolausdorf - Das positive Testergebnis kam am Freitagabend: In Nikolausdorf ist in einem weiteren Putenbetrieb die Geflügelpest ausgebrochen. Der Stall soll nach Informationen unserer Redaktion an diesem Samstag geräumt werden. Erst am Dienstag war die Aviäre Influenza bei 9.600 schweren kurz vor der Ausstallung stehenden Putenhähnen in Nikolausdorf diagnostiziert worden. Der neueste Vogelgrippefall ist ein paar Hundert Meter entfernt.
Ruhig war es in Garrel und Bösel in den vergangenen Wochen. In der Putenhochburg – hier schlüpft gut die Hälfte der 2,5 Millionen Mastputen im Kreis Cloppenburg – war am 15. November ein Geflügelpest-Fall in einem Stall in Garrel-Tweel gemeldet worden, allerdings die niedrigpathogene Art der Infizierung, kein H5N1. Daher taucht dieser Fall auch in keiner Statistik auf.
Zuletzt gab es fast jeden Tag einen Geflügelpestfall in den Niederlanden bei Enten, Gänsen und vor allem Masthähnchen. In der Nähe waren Ställe betroffen in Westerstede (einmal 6000, einmal 34.000 Puten), gleich jeweils zweimal in Goldenstedt und Vechta und dann in ungewöhnlicher hoher Anzahl im Emsland.
Elke Reinking, Biologin beim Friedrich-Löffler-Institut, führt die geringe Anzahl der Vogelgrippefälle in Bösel und Garrel auch auf die Witterung zurück. Es gibt für die Wildtiere außerdem genügend Wasserflächen, die Übertragungsgefährdung sei geringer. Eines ist aber allen klar: Der Vogelgrippevirus kommt nicht zurück – er war nie weg.
