Einen Scheck über 1171 Euro überreichten die Organisatoren des Familienfestes „Rund um die Pfarrkirche Sankt Elisabeth“ in Elisabethfehn an die Kindertagesstätte „Die Arche“ und die Kirchengemeinde St. Elisabeth in Elisabethfehn. Bei herrlichem Wetter hatten der Förderverein der St.-Elisabeth-Kirche, der Diakonische Dienst, die Messdiener, der Pfarrgemeinderat, die Frauengemeinschaft, der Elternbeirat des Kindergartens und der Förderverein der „Arche“ sowie viele freiwillige Helferinnen und Helfer mit verschiedenen Aktionen für diesen wunderbaren Erlös gesorgt, wie Pfarrer Ludger Becker bei der Spendenübergabe meinte.
Die Kirche möchte das Geld für neue Messdienergewänder und für eine Polsterung der Kniebänke in der Kirche verwenden. Dank für die Spende sagte die Leiterin der Kindertagesstätte, Regina Freer. „Wir sind sehr dankbar und freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit aller ehrenamtlichen Menschen rund um St. Elisabeth. Eine gute Zusammenarbeit bereichert das Leben hier am Elisabethfehnkanal. Das gemeinwohlorientierte Engagement für die Familien vor Ort liegt allen am Herzen und die Tätigkeit in der Gemeinschaft bereitet allen große Freude“, so Freer.
„Wir erleben tagtäglich hier bei uns in der Kindertagesstätte, im Haus für Kinder und Familien, wie viel Freude es allen bereitet, für die Kinder Zeit zu haben“, sagte Freer weiter. Mit den Kindern werde gespielt, ihnen werde vorgelesen, eine Rundbank werde aufgebaut oder ein Gewächshaus aufgestellt, sagte Freer weiter.
Nach 49 Jahren sahen sich die ehemaligen Freunde Eusebio Gil Gonzàles aus Laguna de Duero und Ramon Barriuso Mesones aus Mataporquera, Spanien, sowie Marlies König aus Stony Plain in der Nähe von Edmonton in Kanada und Hans Bunger aus Elisabethfehn nun in Barßel wieder. Die Wiedersehensfreude war sehr groß. Vor fast einem halben Jahrhundert waren die in Spanien lebenden González und Mesones als „Gastarbeiter“ nach Elisabethfehn gekommen und arbeiteten dort in der Torfkoksfabrik.
Es entwickelte sich eine Freundschaft mit Hans Bunger und Marlies König. „Zwischendurch war der Kontakt mal ein wenig eingeschlafen, doch durch die neuen sozialen Medien wie Facebook und WhatsApp kam man wieder in Kontakt“, sagt Hans Bunger bei einem Treffen im Sitzungssaal des Rathauses in Barßel mit Bürgermeister Nils Anhuth.
„Ich habe die Gäste aus Spanien und Kanada gerne in Rathaus eingeladen, um etwas über ihre Erlebnisse als Gastarbeiter zu erfahren. Es waren teilweise spannende Schilderungen dabei“, sagt Anhuth. Die Freunde lobten die Gastfreundschaft der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Barßel – damals wie heute. Hans Bunger hatte für die Gäste bei ihrem Besuch in Barßel ein breites Programm vorbereitet. Beeindruckt zeigte sie sich von der Meyer Werft in Papenburg. Auch dem Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn wurde ein Besuch abgestattet.
Fehlen durfte natürlich nicht die Besichtigung der ehemaligen Torfkoksfabrik, die bereits 1989 ihren Betrieb einstellt hatte, und eine Bootsfahrt über den E’fehnkanal. Der Besuch war beeindruckt darüber, wie sich die Landschaft und die Ortschaft Elisabethfehn im Laufe der Jahre verändert hat. Auch das Treffen alter Bekannter gehörte zum Besuchsprogramm.
Ein anderer Gottesdienst – an einem anderen Ort. Die vier Kirchengemeinden in der Gemeinde Barßel luden zum Ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag an der Schleuse Osterhausen des Elisabethfehnkanals ein.
Etwa 100 Leute saßen auf den Bänken im satten Grün im Bereich der Schleuse Osterhausen. Angler, Fahrradfahrer und Spaziergänger, die an dem Tag die Schleuse besuchten, mögen gedacht haben, dass es sich um ein großes Picknick handelt. Pastorin Sabine Feuerhake von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Reekenfeld begrüßte die Kirchenbesucher auch im Namen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn, der Kirchengemeinde St. Ansgar Barßel sowie der Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Elisabethfehn. Zelebriert wurde der Gottesdienst von vier Geistlichen. Die Predigt hielt Pfarrer Ludger Becker.
Der Posaunenchor Reekenfeld/Elisabethfehn sorgte für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes unter freiem Himmel. Einige Radfahrer stellen spontan ihre Räder ab und gesellten sich zu den Gläubigen und nahmen am Gottesdienst teil. Im Anschluss an den Gottesdienst kam es dennoch zu einem kleinen Picknick. Es gab Tee, Kaffee sowie Kekse und Kuchen. Der ein oder andere hatte auch selbst noch ein wenig Verpflegung mitgebracht. Zudem gab es nette Gespräche untereinander. Den Besuchern jedenfalls hat der Open-Air-Festgottesdienst am Elisabethfehnkanal gefallen. Es soll nicht der letzte Gottesdienst unter freiem Himmel gewesen sein.
