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Ärger am Badesee Vandalismus, Müll und illegale Feuer – Gemeinde Saterland will Sicherheitsdienst

Am Hollener See gibt es immer wieder Ärger mit Vandalismus.

Am Hollener See gibt es immer wieder Ärger mit Vandalismus.

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Ramsloh - Der Hollener See ist gerade bei sonnigem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. Doch derzeit gibt es gehäuft Ärger über Vandalismus, Müll und illegale Feuer an dem Gewässer.

„Leider müssen wir feststellen, dass das persönliche Vergnügen der Besucher unseres Sees zunehmend an Rücksichtslosigkeit gekoppelt zu sein scheint und Rücksichtnahme und auch der gesunde Menschenverstand im Umgang miteinander, mit fremdem Eigentum und mit der Umwelt stark zurück gegangen ist“, sagt Saterlands Bürgermeister Thomas Otto im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Gemeinde hat daher die Regelungen für den Hollener See ergänzt. Um diese auch durchzusetzen, soll ein Sicherheitsdienst beauftragt werden – immer dann, wenn mit mehr Publikum zu rechnen sei, erklärt Otto. Ein Vorbild ist laut des Bürgermeisters der Halener Badesee in der Gemeinde Emstek, wo bereits seit längerem ein Sicherheitsdienst für Ordnung sorgt. Bereits vor zwei Jahren hatte auch die Gemeinde Saterland auf einen Sicherheitsdienst am Hollener See zugegriffen und ein Alkoholverbot verhängt, weil es dort immer wieder Probleme mit Gruppen von feiernden Jugendlichen gegeben hatte.

Scherben am Strand

Derzeit gibt es bei der Gemeinde Saterland zudem vermehrt Beschwerden über Glasflaschen und Scherben im Strandbereich und auf den Liegewiesen. Auch seien die Mülleimer übervoll und die Landschaft um den See werde zunehmend vermüllt. Hier sieht der Bürgermeister auch Vernachlässigungen durch den Pächter des Kiosks und Zeltplatzes, der vertraglich zur Reinigung der Sanitäranlagen und des See- und Strandbereiches verpflichtet sei. Durch die Sperrung des Kioskgebäudes aufgrund von baulichen Mängeln würden diesem jedoch Einnahmen fehlen, sodass dessen Engagement „leider auch zurückgegangen“ sei, so Otto.

Grillen verboten

Auch das Grillen am See ist ein zunehmendes Problem. Trotz Allgemeinverfügung des Landkreises Cloppenburg sei vielen Menschen nicht klar, welche Brandgefahr aufgrund des trockenen Wetters davon ausgehe. Es würden dort ständig Personen angetroffen, die dort direkt am Rand des Waldes grillen, berichtet der Bürgermeister. Vor wenigen Tagen habe es deswegen einen mehrstündigen Einsatz der Feuerwehr gegeben, die einen zurückgelassenen Grillplatz löschen musste, da aufgrund von Brandgeruch ein Entstehungsbrand vermutet worden war. „Zur Klarstellung haben wir nochmal für das gesamte Grundstück ein Verbot von offenem Feuer und auch für die Verwendung von Grills – egal ob mit Kohle oder Gas – verfügt“, betont Otto.

In diesem Sommer bleibt der Kiosk am Hollener See gesperrt. Doch die Gemeinde Saterland will das Gebäude sanieren lassen. Foto: Renke Hemken-Wulf

In diesem Sommer bleibt der Kiosk am Hollener See gesperrt. Doch die Gemeinde Saterland will das Gebäude sanieren lassen. Foto: Renke Hemken-Wulf

Renke Hemken-Wulf

Sanierung des Kiosks

Gute Nachrichten gibt es derweil für das Kioskgebäude am Hollener See. Es soll saniert werden, berichtet Bürgermeister Otto. Seit mehreren Monaten ist das nur wenige Meter vom See befindliche Gebäude aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun abgesperrt. Die Gebäudesubstanz ist das große Problem. Es waren Risse im Giebel und Fußboden des Obergeschosses festgestellt worden. Ein Statiker habe sich inzwischen mit dem Gebäude befasst und sei zu dem Schluss gekommen, dass es saniert werden könne, erläutert Otto. Ferner seien die Kosten für die Sanierung wirtschaftlich darstellbar. „Sonst hätten wir es nicht gemacht.“

Die Arbeiten zur Sanierung des Kioskgebäudes, das auch über Sanitäranlagen verfügt, hat die Gemeinde Saterland bereits ausgeschrieben. „Ich hoffe, dass wir schnell Firmen finden“, sagt Bürgermeister Otto. Vorgesehen sei, dass die Sanierungsarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sind, ergänzt er. Dann sei es wohl noch etwas Zeit bis zur nächsten Saison für den Kiosk, jedoch solle auch der Fischereiverein Saterland schnellstmöglich wieder in das Gebäude können. Dieser hat im Obergeschoss sein Vereinsheim, das er derzeit nicht nutzen kann.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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