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Geplante Biomethananlage im C-Port Friesoythe Widerspruch gegen Einleitgenehmigung für Revis

Im Industriegebiet des C-Port auf Friesoyther Stadtgebiet soll die Anlage der Firma Revis entstehen.

Im Industriegebiet des C-Port auf Friesoyther Stadtgebiet soll die Anlage der Firma Revis entstehen.

Schiwyair Luftbildaufnahmen

Friesoythe/Saterland - Die Bürgerbewegung Saterland und Umgebung (BBSU) hat weitere Mitstreiter erhalten: Neben dem Nabu unterstützt nun auch der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. (LBU) die BBSU bei der Verhinderung der geplanten Großanlagen zur Gülle- und Mistverarbeitung der Firmen Revis bioenergy (Münster) und Kaskum (Friesoythe) im C-Port.

Pipeline in Sagter Ems

Die LBU ist auch bereits aktiv geworden. Sie habe beim Landkreis Cloppenburg Widerspruch gegen die Einleitgenehmigung für das Prozesswasser der Revis-Anlage in Sagter Ems eingereicht, wie BBSU-Vorstandsmitglied Walter Hußmann im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Im Januar 2021 hatte Revis mitgeteilt, dass die Untere Wasserbehörde des Landkreises Cloppenburg die Einleitgenehmigung übermittelt habe. „Ein wichtiger Mosaikstein für den Bau der Biomethananlage im C-Port“, wie das Unternehmen aus Münster damals berichtete.

Revis plant, das bei den Prozessen in der Anlage anfallende gereinigte Abwasser mittels einer Pipeline in die Sagter Ems zu leiten. Den Trassenverlauf hatte das Unternehmen auch bereits bekanntgegeben. Die Leitung soll vom C-Port entlang der B401 und B72 zur Einleitstelle an der Sagter Ems in Höhe des „Neues-Vehn-Grabens“ in Sedelsberg führen. Dort soll ein vorhandenes Einleitbauwerk der Friesoyther Wasseracht genutzt werden.

Das ist geplant

Die Firma Revis bioenergy aus Münster plant im C-Port den Bau einer Biomethananlage, die Gülle und Mist verarbeiten soll. Revis hat bereits die Pläne für ihre Anlage beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg zur Genehmigung eingereicht.

Die Firma Kaskum aus Friesoythe plante bislang, eine Anlage zu bauen, die aus Schweinegülle Phosphat, Kalium und Stickstoff regeneriert. Jedoch hatte sich vor Kurzem die Gesellschafterversammlung dazu entschieden, den fertigen Bauantrag nicht einzureichen. Es soll einen neuen Interessenten mit anderen technologischen Vorstellungen geben. Jedoch soll weiterhin Schweinegülle verarbeitet werden.

Zulässigkeit wird geprüft

Nun könnte diese Einleitgenehmigung noch mal auf den Prüfstand kommen. Der Landkreis Cloppenburg bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass ein aktueller Widerspruch gegen die Genehmigung vorliege. Zurzeit werde die Zulässigkeit dieses Widerspruches geprüft.

Darüber hinaus habe die LBU auch Einspruch beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg (GAA) gegen die geplante Revis-Anlage eingelegt, berichtet Hußmann weiter. Dort läuft das Genehmigungsverfahren für den Bau der Biomethananlage. Seit Ende Januar liegen die Pläne für die Revis-Anlage bereits öffentlich aus. Neben dem LBU hat auch die BBSU die circa 4800 Dokumente gesichtet und einem Fachanwalt zur Überprüfung geben.

Laut Hußmann habe man dem GAA bereits mitgeteilt, dass ein Teil der Unterlagen unvollständig sei. Aus Sicht der BBSU sei daher eine erneute öffentliche Auslegung notwendig. Zudem lasse man weitere uneindeutige Punkte von einem Sachverständigen noch überprüfen. „Wir sehen noch immer klare Chancen, die Anlagen zu verhindern“, sagt Hußmann.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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