„Ausgezeichnete Hirnforscherin“, NWZ vom 16. Oktober

Der Wissenschaftsbetrieb stellt junge Forscherinnen vor ein Dilemma. Bei kargem Lohn sollen Höchstleistungen gebracht und bis Mitte Vierzig ein Nomadenleben geführt werden. Familiengründung bedeutet dann ein Leben in ziemlicher Armut, es sei denn, Frau ist durch ein üppiges Erbe weich gepolstert. Unsere Gesellschaft kümmert sich viel zu wenig um solche „high achiever“, speist sie mit prekären Arbeitsverhältnissen ab und spendiert gleichzeitig zehntausenden „Siebzehnjährigen“ aus aller Herren Länder 50 000 Euro pro Kopf und Jahr ohne jede Gegenleistung. Die kluge Ann-Christin Wendeln hat rechtzeitig die Notbremse gezogen.

Siegfried Schulze 26131 Oldenburg