Petersdorf - Der Rat hat einstimmig beschlossen, den Flächennutzungsplan für die Erweiterung des Gewerbegebiets Birkenmoor in Petersdorf zu ändern. Zuvor mussten die Ratsmitglieder einige Einwendungen abwägen. Diese waren soweit unstrittig. Nur eine Kritik des Landkreises Cloppenburg stieß auf Unverständnis. Dieser hatte angemerkt, dass die Ausgleichsflächen für den Eingriff in die Natur nicht auf dem Gemeindegebiet Bösels selbst geschaffen werden. Bösel hat Ersatzflächen in Schwerinsdorf im Landkreis Leer besorgt.
Anderer Sachbearbeiter
„Das ist für alle Beteiligten unverständlich“, hatte Bauamtsleiter Christoph Burtz im vorangegangenen Bauauschuss gesagt. „Wir haben frühere Anerkennungsschreiben für andere Projekte. Das war offenbar ein anderer Sachbearbeiter. Insofern ist das gegenstandslos.“
Die Aufforderung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die Einmündung der Gemeindestraße Birkenmoor auf die Hauptstraße (Kreisstraße 149) aufzuweiten, so dass Begegnungsverkehr möglich ist, wird die Kommune umsetzen. Dazu muss eine „Kreuzungsvereinbarung“ mit dem Landkreis geschlossen werden.
Birkenmoor wird gemäß den Anforderungen ausgebaut, die für Wirtschaftswege gelten, die auf eine Kreisstraße münden. Das bedeutet: Auf 25 Metern Länge wird die Fahrbahn auf 5,50 Meter Breite ausgebaut und an die Kreisstraße angeschlossen. In Richtung Gewerbegebiet wird Birkenmoor auf 15 Metern Länge auf die bestehenden 3,50 Meter Breite zulaufen.
In der Einwohnerfragestunde hatte ein Anwohner gefragt, ob die Gemeinde noch Land ankaufen müsse, um die Kreuzung aufzuweiten: „Ich möchte nicht Autos in meinem Garten haben.“ Die Kreuzung sei von einem Ingenieurbüro vermessen worden. „Wir gehen davon aus, dass es passt“, sagte Burtz.
Keine zusätzliche Fläche
Und Bürgermeister Hermann Block (CDU) merkte an: „Wir hätten auf eine Aufweitung verzichtet.“ Vom Birkenmoor würden nur zwei der neuen Grundstücke angefahren. Da sei nicht, mit wesentlichem Mehrverkehr zu rechnen. Vielmehr werde die Straße von den Landwirten der dahinterliegenden Flächen genutzt. Doch die Gemeinde habe ihren Widerstand gegen die Forderungen der Landesbehörde aufgegeben. Die Gemeinde Garrel hatte angemerkt, dass die Straße Birkenmoor, die später zur Garreler Gemeindestraße Zum Kammerfeld wird, über die Petersdorfer Straße eine Verbindung zur Böseler Straße (L 835) sei. Befürchtet wird, dass der Lieferverkehr aus Richtung Garrel kommend diese Abkürzung nehmen werde. Zum Kammerfeld sei jedoch nur als reiner Wirtschaftsweg ausgebaut worden. Die Straße sei nicht als Zubringerstraße für ein Gewerbegebiet ausgelegt.
Doch diese Sorge wird in Bösel nicht gesehen. Die Verbindung sei auf Böseler Seite recht schlecht und falls es doch zu Schleichverkehr kommen solle, müsse man eben ein Schild mit einer Tonnenbeschränkung aufstellen.
