Höltinghausen/Emstek - Die Gemeinde Emstek investiert in Bildung und Kinderbetreuung: Der Franziskus-Kindergarten in Emstek sowie die Grundschule Höltinghausen werden derzeit erweitert. Über die Arbeiten informierten am Mittwochmorgen Bürgermeister Michael Fischer, Vertreter des Bauamts sowie der Architekten und die Einrichtungsleitungen.
Grundschule Höltinghausen
Höltinghausen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Das zeigt sich auch in der Grundschule. Die zählt aktuell 123 Kinder, im nächsten Schuljahr werden es nach Angaben von Schulleiter Michael Brinkmann 130 sein. Die Grundschule ist mittlerweile durchgängig zweizügig. Nachdem im vergangenen Jahr der Mensa-Anbau für den Ganztagsbetrieb eröffnet wurde, laufen derzeit die Arbeiten für einen weiteren Anbau mit einer Fläche von rund 320 Quadratmetern. Die Gestaltung soll optisch dem Mensa-Gebäude mit Flachdach und Holzrahmenbauweise ähneln. Verantwortlich zeichnet dafür wie beim Mensa-Bau das Unternehmen Preuss-Architektur aus Vechta.
Die Grundschule braucht mehr Platz, denn Werk-, Betreuungs- oder EDV-Raum müssen derzeit als Klassenräume genutzt werden. Neu geschaffen wird daher im Anbau ein Klassenraum, ein Werkraum, ein Abstell- sowie ein Lernmittelraum und ein großzügiger Lern- und Bewegungsflur. Die sanitären Anlagen werden umgebaut und erweitert. Im Flur wird ein barrierefreies WC errichtet. Schulleiter Brinkmann sieht im neuen „Kreativraum“ auch ein gutes Zeichen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Handwerk.
Der Brandschutz und die Elektroinstallation im Bestandsgebäude werden in diesem Zuge ebenfalls auf den Stand gebracht. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,2 Millionen Euro. Fördergelder seien zwar beantragt, aber noch nicht bewilligt. Deshalb sei unklar, ob und in welcher Höhe sie ausfallen könnten, so Bürgermeister Fischer. Mit dem neuen Schuljahr im Sommer 2024 sollen die Schüler einziehen können.
Franziskus-Kindergarten
Ebenfalls Mitte 2024 sollen auch die Bauarbeiten für die Erweiterung des Franziskus-Kindergartens abgeschlossen sein. Hier wird zwar mehr Platz geschaffen, mehr Gruppen wird es aber nicht geben, machte Reiner kl. Holthaus, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, deutlich. „Der Platz hier ist ausgereizt.“ 138 Kinder werden derzeit in vier Kindergarten - und zwei Krippengruppen betreut.
Freuen sich über die Erweiterung des Kindergartens (v.l.): Monika Heitgerken-Wilke (Kita-Leiterin), Reiner kl. Holthaus, Franz-Josef Rump, Bauamtsleiter Hermann Bruns, Hannes Evers (Architekturbüro Preuss) und Bürgermeister Michael Fischer.
Mit dem Anbau soll aber die Ausstattung verbessert werden: zwei neue Wickelbereiche mit barrierefreier WC-Anlage, eine Matschzone und ein Integrationsraum, in dem Kinder der Integrationsgruppe gezielt gefördert werden können. Im Eingangsbereich entsteht ein Windfang als Verbindung der Kindergarten- und Krippengruppen. Das Haus, das schon als Schule oder Pfarrhaus genutzt worden war, erhält einen rund 145 Quadratmeter großen Flachdachanbau in Holzrahmenbauweise, der an den Mensa-Anbau aus 2020 angelehnt ist. Das Dach wird begrünt. Ein Treppenlift soll die Räume in 1. Obergeschoss auch für eingeschränkte Kinder zugänglich machen.
Die Baukosten belaufen sich auf rund eine Million Euro, auch der Brandschutz für das gesamte Gebäude soll überarbeitet werden. Übergangsweise sind zwei Gruppen für die Bauarbeiten übergangsweise ins ehemalige Schwesternwohnheim am Bürgerpark umgesiedelt worden. Damit sei man sehr zufrieden, sagte Kita-Leiterin Monika Heitgerken-Wilke.
