Garrel - Die Gruppe „Mann ü 60“ war Gast auf dem Hof Bley an der Tweeler Straße. Als Hermann Bley gerade 18 Jahre alt, starb sein Vater, er musste den Hof übernehmen. Damals hatte die Familie zehn Kühe und sechs Sauen. Neben der Arbeit auf dem Hof machte Hermann Bley eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann. Nach der Lehre entschied er, den Hof, der heute von seinem Sohn Ralf geleitet wird, auszubauen. Im Laufe der Jahre vergrößerte er den Viehbestand und baute neue Ställe. Dabei spezialisierte er sich auf die Sauenhaltung, Schweine- und Hähnchenmast.
Heute könne er rechnerisch mehr Menschen mit Schweine- und Hähnchenfleisch versorgen als Garrel Einwohner hat. Seine Hähnchenställe seien auf 100.000 Tiere ausgelegt, aus Tierwohlgründen und wegen des Tierschutzes hat er die Zahl auf 70.000 reduziert. Wer bei einer bekannten Burgerkette einen Hähnchenburger bestellt, der kann eventuell Fleisch aus dem Tweeler Betrieb genießen. Der Abnehmer legt großen Wert auf die Haltung und Fütterung der Tiere, es werden regelmäßig umfangreiche Kontrollen durchgeführt. Die Tiere auf dem Hof Bley stehen so permanent unter doppelter Kontrolle.
Brigadegeneral a.D. Karl-Heinz Schreiner spricht am Donnerstag, 12. Mai, um 9.30 Uhr im Johanneshaus zum Thema „Krieg in der Ukraine - Quo vadis Europa?“ Der Referent folgt einer Einladung der Gruppe Mann ü 60. Anmeldungen sind nicht erforderlich, eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.
Seit acht Jahren versorgt Familie Bley den gesamten Hof mit einer Holzhackschnitzelheizanlage. Dadurch werden erhebliche Energiezahlungen eingespart. Im ersten Jahr nach der Inbetriebnahme habe man die laufenden Kosten um die Hälfte reduzieren können, sagte Ralf Bley, der gemeinsam mit seinem Vater den Hof vorstellte.
Unter den Besuchern war auch Garrels Ehrenbürgermeister Rudi Bley. Er wusste zu berichten, dass es im Bezirk Tweel bis zu 88 Betriebe gab, in denen Tiere gehalten wurden. Heute seien es nur noch 17. Viele Betriebe wurden aufgegeben, weil sie mit der Entwicklung nicht Schritt halten konnten oder keinen Nachfolger hatten. Kühe geben es im Bezirk Tweel keine mehr.
