Barßel - „Moin, die Gemeinde Barßel wünscht viel Spaß beim Besuch am Hafen.“ Zu hören ist die Stimme von Bürgermeister Nils Anhuth. Und sie kommt aus einer kleinen rot-silbernen Säule. Diese steht vor dem gerade neu fertiggestellten Toilettenhaus gegenüber der vor Anker liegenden Museumstjalk „Angela von Barßel“. Doch die Besucher des Hafens werden nicht nur durch den Bürgermeister nett begrüßt, sie werden anschließend auch von ihm auf die Corona-Regeln hingewiesen, die im Bereich des Hafens und des angrenzenden Spielplatzes gelten.

Sehr praktisch: Die Säule kann nicht nur sprechen, sobald jemand auf den Fußschalter tritt, sie sprüht auf Knopfdruck auch Desinfektionsmittel auf die Hände. „Das ist ja eine tolle Idee“, sagt das Ehepaar Rolf und Christel Walser aus Barßel und betätigt einfach einmal das Fußpedal, um dem Gerät die Stimme des Bürgermeisters zu entlocken.

Bei der Gemeinde Barßel ist der Mitarbeiter des Bauamtes, Hartmut Willhaus, auf der Suche nach einer passenden Desinfektionssäule gewesen und bei seiner Recherche auf diesen interaktiven Spender gestoßen.

Das Toilettenhaus selbst sieht getrennte Toiletten und Duschen für Männer und Frauen vor und ist behindertengerecht ausgelegt. Die Sanitäranlagen sind elektronisch gesteuert und enthalten außerdem Wickelmöglichkeiten. Aber auch äußerlich passt sich das Toilettenhäuschen der Umgebung an. Allerdings sind die Türen noch verschlossen, denn es sind noch kleinere Mängel durch die bauausführende Firma zu beheben.

Die Kosten für die sanitären Anlagen am Hafen belaufen sich auf rund 220 000 Euro. Dafür erhält die Kommune aus dem Niedersächsischen Landesprogramm „Ziel-2“ eine Förderung in Höhe von 73 Prozent.