Barßel - „Eine Erfolgsstory setzt sich fort“ – mit diesen Worten eröffnete Johannes Budde, der Vorsitzende des Touristikvereins Erholungsgebiet Barßel-Saterland, am Freitag das 41. Barßeler Hafenfest. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen hatten sich auf dem Festplatz am Hafen eingefunden. Zwei Jahre mussten die Barßelerinnen und Barßeler auf ihre fünfte Jahreszeit verzichten. „Wir freuen uns von ganzen Herzen, dass es wieder losgeht. Lassen Sie sich einfangen von der maritimen Atmosphäre und Stimmung auf dem Hafengelände“, so Budde weiter.
Fahrt mit der Spitzhörn
Entgegen dem Sprichwort „viele Köche verderben den Breit“, sei das Hafenfest auf ganz viele ehrenamtliche Helfer angewiesen, meinte der stellvertretende Bürgermeister Steffen Haak, der den hauptamtlichen Bürgermeister Nils Anhuth coronabedingt vertrat. Zum gelungenen Fest gehöre auch eine ordentliche Portion Ideenreichtum gewürzt mit einer Prise Verrücktheit.
„Das Fest steht und fällt mit den Vereinen. So freue ich mich, dass wieder viele Vereine mit an Bord sind“, so Haak. Mit drei Glockenschlägen wurde dann das 41. Barßeler Hafenfest symbolisch eröffnet. Diese Aufgabe oblag diesmal dem Vorsitzenden des Schiffervereins „Gute Fahrt Barßelermoor-Barßel“, Georg Sobing, von dem man sich die Glocke jährlich ausleiht. Für die geladenen Gäste ging es dann an Bord des Ausflugsdampfers „MS Spitzhörn“ zu einer kleinen Rundfahrt.
Für das Fest am und auf dem Wasser haben die Verantwortlichen wieder für ein tolles Programm zusammengestellt.
Am Samstag gibt es zum Beispiel um 20 Uhr Livemusik auf der Bühne mit der Gruppe „Sturmflut“. Im Zelt steigt die Hafen-Disco und um 21 Uhr ist die Korso- und Lichterfahrt der Wassersportler geplant. Am Sonntag geht das bunte Treiben ab 11 Uhr mit dem Frühschoppen weiter. Neben dem Treffen der Shanty-Chöre gibt es auch wieder auf der Festplatzbühne die Mini-Playback-Show. Das Fest klingt um 22.15 Uhr mit dem Feuerwerk aus.
Um 17 Uhr am Freitag fiel schon der Startschuss für den 15. Hafenfestlauf. Auf die Strecke wurden die Sportler vom Organisationschef Peter de Greiff geschickt. Den Anfang machten die Bambini über 350 Meter. Danach folgten die Kindergartenkinder, Schüler und schließlich die Erwachsenen. Rund 600 Läuferinnen, Läufer und Walker gingen an den Start. Dementsprechend verfolgten zahlreiche Zuschauer am Straßenrand die verschiedenen Läufe. Programmpunkt am Freitagabend: Hafenfest-Sause verbunden mit der Siegerehrung des Hafenfestlaufes.
Mit einem neuen Teilnehmerrekord wurde es beim Hafenfestlauf aber nichts. Die geringen Anmeldungen basieren darauf, dass es wegen der Sommerferien und Urlaubszeit kaum Rückmeldungen von den Schulen gab und zudem in den vergangenen Jahren kein Lauf stattfand, so die Organisatoren.
Schirmherr fehlt
Einen Schirmherr gab es in diesem Jahr nicht. Dies sollte eigentlich der bekannte Autor und Filmemacher und gebürtige Barßeler Torsten Körner, der jetzt in Berlin lebt, übernehmen. „Ich hätte die Schirmherrschaft gerne übernommen. Aber am gleichen Tag bekomme ich den renomierten 58. Grimme-Preis für meine Dokumentation ,Schwarze Adler’ in Marl verliehen. Da kann ich nicht fernbleiben“, bedauert Körner.
