Friesoythe - Verkehrschaos. Dieses Wort trifft es ganz gut, was sich zu Schulzeiten rund um den Busbahnhof Hansaplatz in Friesoythe abspielt. Wenn die Schulbusse morgens von 7.20 bis 7.55 Uhr und mittags von 13.15 bis 13.45 Uhr den Platz anfahren, geht für den restlichen Verkehr nichts mehr. Kein Wunder, wenn zeitgleich mehr Busse auf das Gelände drängen als Stellplätze vorhanden sind. Da dient dann auch mal die Kirchstraße als Busparkplatz und die Durchfahrtstraße ist plötzlich verstopft.
Entwurf ist fertig
Diese Enge vor dem Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) ist aber nicht nur ein reines Verkehrsproblem. Es gefährdet auch die Sicherheit der Fußgänger, insbesondere die Sicherheit der Schüler. Diese Problematik ist dem Landkreis als Schulträger des Gymnasiums und auch der Stadt Friesoythe längst bekannt. Parallel zur Innenstadtsanierung soll daher gehandelt werden.
Der Entwurf für den Umbau des Zentralen Omnibusparkplatzes steht auch schon. Dieser sieht Stellplätze für zwölf Busse vor, die alle unabhängig voneinander ein- und ausfahren können. Das Areal wird auch etwas größer. Dafür müssen allerdings vermutlich zehn Bäume weichen. Die Planung und Umsetzung übernimmt die Stadt Friesoythe. der Landkreis wird sich um das Einwerben von Fördergeldern kümmern. Im Idealfall könne die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) fast 90 Prozent der Kosten übernehmen. Die restlichen zehn Prozent werden auf die Stadt und den Kreis aufgeteilt. Der Grundpreis liegt bei rund 600 000 Euro.
Der Hansaplatz soll im Zuge der Sanierung der Kirchstraße erfolgen. Mit der Erneuerung der Straße soll in zwei Bauabschnitten ab März 2021 begonnen werden. Zunächst wird der Bereich zwischen der Ortsmitte und der alten Polizei in Höhe Meeschenstraße saniert. Dann folgt der Bereich zwischen Polizei und Willohstraße. In den zweiten Bauabschnitt folgt demnach auch der Umbau des Busbahnhofes. Die Fertigstellung der gesamten Kirchstraße ist für Ende 2021/Anfang 2022 geplant.
Provisorischer Halteplatz
Noch ungelöst ist die Frage, wo die Schulbusse in Zeiten der Bauphase halten sollen. „Das wird noch eine Herausforderung“, sagte Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Schülerbeförderung sei zwar Sache des Landkreises, aber die Stadt werde natürlich auch das Gespräch mit dem Kreis suchen, um eine Lösung zu finden. So wäre es für Stratmann denkbar, dass das kreiseigene Gelände der ehemaligen Gärtnerei Wreesmann zwischen der Meeschenstraße und der Willohstraße frei gemacht und als provisorischer Busbahnhof genutzt werden könnte.
