Friesoythe - In der Kürze liegt die Würze – das war immer das Motto des Vorsitzenden des Heimatvereins Friesoythe Ferdinand Cloppenburg auf den Mitgliederversammlungen. Die von ihm geleiteten Zusammenkünfte der Mitglieder dauerten nicht länger als 60 Minuten. Daran hielt sich der Ehrenbürger der Stadt Friesoythe auch auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Kulturzentrum Alte Wassermühle.
Es war seine Abschiedsvorstellung als Vorsitzender, denn nach 47 Jahren übergab es das Amt in jüngere Hände. Die Verdienste von Ferdinand Cloppenburg würdigten die Mitglieder mit dem Titel „Ehrenvorsitzender“.
Kleiner Jahresbericht
Heimatforscher Stefan Kühling übernimmt jetzt den Chef-Posten des Vereins. Die weiteren Veränderungen im Vorstand setzen sich wie folgt zusammen: Stellvertreter Walter Beckmann und Dr. Georg Pancratz, Schatzmeister Wilfried Wulfers, Schriftführerin Edith Hemmen sowie Beisitzer Wolfgang Letzel. „Mit 91 Jahren war es an der Zeit, die Geschicke des Vereins in jüngere Hände zu legen“, meinte der scheidende Vorsitzende. Viel zu berichten hatte Cloppenburg in seinem Jahresbericht ohnehin nicht, denn Corona brachte auch das Vereinsleben des Heimatvereins zum Stillstand.
Ein wenig Sorgen machten sich die Mitglieder über den Zustand des Stadtparks. Hier hatte der Heimatverein im vergangenen Jahr noch 140 Rhododendron gesponsert. „Der Stadtpark hinter dem Rathaus muss noch attraktiver gestaltet werden. Auch die Sauberkeit ließe zu wünschen übrig. Dabei ist der Park landschaftlich sehr reizvoll und muss gepflegt werden. Hier ist die Stadtverwaltung als Eigentümer gefragt“, waren sich die Vereinsmitglieder einig. „Der städtische Bauhof hat mit seinen Geräten dazu doch alle Möglichkeiten“, meinte Ewald Vagelpohl. Auch die vorbeifließende Soeste, wofür die Friesoyther Wasseracht zuständig ist, müsse dabei mit einbezogen werden. „Die Soeste muss erlebbar gemacht werden“, meinte der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Friesoythe (HGV) Frank Hanneken. Auch der Name Eisenstadt benötige eine wirkungsvolle Weiterentwicklung.
Lesung geplant
Nun soll nun das Gespräch mit der Stadt gesucht werden. „Vielleicht wäre es sinnvoll, einmal alle Vereine zu einem runden Tisch einzuladen. Wenn viele Leute mit anpacken, kann vieles gelingen. So erreicht man auch eine Synergieeffekt“, schlug Edith Hemmen vor.
„Wir werden einen Schlachtplan entwerfen“, sagte der frisch gekürte Vorsitzende Stefan Kühling. Eine Veranstaltung steht bei ihm schon fest im Kalender: Er plant im Vereinsjahr eine Lesung über Stadtgeschichten mit Alexander Wolter.
