Dr. Gerald Otto
Goldschmaus liefert die Stadionwurst ins Weserstadion von Werder Bremen. In Garrel wurde das Stadion nach dem Garreler Schlachtunternehmen benannt und auch beim VfB Oldenburg ist Goldschmaus Stadionwurst-Lieferant. Dr. Gerald Otto, für die Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen zuständig, äußert sich zum Sponsoring und zur Frage, was dahintersteckt.
Goldschmaus-Stadion in Garrel, Stadionwürste in Bremen und in Oldenburg: Hat die Goldschmaus Gruppe ihre Liebe zum Fußball entdeckt?
OttoNein, das kann man nicht sagen. Unter den Kollegen bestand schon immer eine Begeisterung für Fußball, bei dem einen mehr und dem anderen weniger. Insbesondere die Verbindung zum BV Garrel besteht seit vielen Jahren, in denen wir bereits Lieferant und Unterstützer waren. Die Mitgliedschaft vieler unserer Mitarbeiter beim BV Garrel war zudem ein ausschlaggebender Grund für das Engagement.
Rechnen Sie damit, dass sich solche Investitionen auch monetär auszahlen werden?
OttoWir freuen uns über die begonnenen Partnerschaften und möchten den Sport fördern sowie den Bekanntheitsgrad der Goldschmaus Gruppe erhöhen. Sicherlich gehen wir an dieser Stelle auch von Impulsen im Vertrieb aus. Vor allem ist es uns wichtig, als Marke beim Verbraucher bekannter zu werden und mit unseren Produkten zu überzeugen. Der Umfang unserer Wertschöpfungskette vom Landwirt bis zur Stadionwurst ist bisher zu wenig präsent. Das integrierte System der Goldschmaus Gruppe mit landwirtschaftlicher Basis und Fokus auf Regionalität ist sicherlich etwas ganz Besonderes in Deutschland.
Daneben erhoffen wir uns positive Effekte in der Mitarbeiterwerbung. An unseren Standorten in Oldenburg und Garrel besteht ein enormes Potenzial für verschiedenste Berufszweige in einem wachsenden Unternehmen. Die berufliche Ausbildung liegt uns besonders am Herzen. In diesem Jahr sind wir stolz, über 23 junge Menschen ins Berufsleben zu begleiten und das in einer breit gefächerten Palette verschiedener Ausbildungsberufe. Diese reichen von einer kaufmännischen Ausbildung über Lebensmitteltechnologie bis hin zu Berufskraftfahrern, um einige Beispiele zu nennen.
In welchem Umfang haben Sie Ihr Budget für diesen Bereich ausgebaut?
OttoNatürlich ist das Engagement in den genannten Projekten nicht unerheblich, aber wir betrachten dies als eine gute Investition in die Stärkung unserer Marke und unseres Unternehmens.
Sind weitere Kooperationen oder Initiativen im Bereich Sport geplant?
OttoMit den Partnern werden wir nun erstmal erfolgreich zusammenarbeiten. Da dies eine Menge Einsatz unserer Mitarbeiter erfordert, wird es vorerst sicherlich nicht noch weitere Partnerschaften in dieser Größenordnung geben. Wir möchten uns mit Aktionen und Präsenz bei den Spielen einbringen. Geplant ist die Einbindung der Grillschule MeatYou! in Oldenburg und unserer Projekte „Transparente Landwirtschaft“ und „Transparente Produktion“. Darüber hinaus wird das Thema Sport und Fitness in der Goldschmaus Gruppe im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements stärker berücksichtigt werden. Die Eröffnung des Goldschmaus Fitnessstudios, das 24/7 für unsere Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung steht, sowie die Teilnahme am Stadtradeln und am Spendenlauf BIG Challenge sind als Beispiele zu nennen.
Kritiker sagen, Sie würden mit diesem Engagement Ihr Image aufpolieren wollen. Was antworten Sie denen?
OttoWir wollen zeigen, dass wir da sind – als Partner, Arbeitgeber und Lebensmittelhersteller in der Region. Übrigens kann sich jeder unseren Betrieb im Rahmen von Führungen unpoliert ansehen.
