Garrel - Das St.-Johannes-Haus in Garrel ist in die Jahre gekommen. In den vergangenen Monaten mussten Veranstaltungen wie die Erstkommunionvorbereitung bereits verlegt werden, weil die Heizungsanlage nicht richtig funktioniert. Das eingeschossige Gebäude ist abgängig, eine Sanierung wirtschaftlich nicht vertretbar, hatte die katholische Kirchengemeinde erfahren. Denn Leitungen sind korrodiert, Sanitäranlage entsprechen nicht mehr dem Standard und das Gebäude ist nicht barrierefrei. Das Gebäude soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Pläne und Finanzierung
Wie genau die Pläne dafür sind, darüber wird die katholische Kirchengemeinde St.-Johannes-Baptist am kommenden Sonntag, 13. März, in der Pfarrkirche St. Peter und Paul informieren. Die Vorstellung beginnt um 17 Uhr. Nach der Begrüßung werden das Bauprojekt und die Finanzierung vorgestellt, die weitere Nutzung wird erläutert, eine Fragerunde schließt sich an. Fragen können auch vor und nach der Informationsveranstaltung gestellt werden an den Rechnungsführer der Kirchengemeinde, Florian Böckmann, Tel 04474/507735, oder per E-Mail an verwaltung@kirche-in-garrel.de. Derzeit befinde man sich in einer Phase, in der allen Interessenvertretern und aktuellen Nutzern, aber auch zukünftigen Nutzern des Neubaus die aktuellen Planungen vorgestellt werden sollen, lädt die Kirchengemeinde ein. Denn das Johanneshaus soll zu einem Begegnungszentrum werden, das auch nicht-kirchlichen Gruppen und Zwecken offenstehen soll. In dem Gebäude sollen öffentliche und ehrenamtliche Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Begegnung, Integration, Jugendförderung sowie Migrations- und Flüchtlingshilfe in einem Gebäude zusammengefasst werden.
1976 erbaut
Das Johanneshaus war 1976 erbaut worden, das zweigeschossige Klinkergebäude, in dem auch die Bücherei untergebracht ist, folgte 1987. Der eingeschossige ältere Teil soll komplett abgerissen werden, der neuere Gebäudeteil soll saniert werden. Gesamtkosten von rund zwei Millionen Euro hatte die Kirche berechnet, die politische Gemeinde wird sich laut Beschluss mit 40 Prozent der Kosten – rund 780 000 Euro – beteiligen. Mit dem Neubau des Johanneshauses befasst sich die Kirchengemeinde bereits seit vielen Jahren. Zwischendrin gab es Überlegungen, das Haus zu verkaufen und das Pfarrzentrum in die Kirche zu integrieren. Allerdings waren die Kosten dafür zu hoch, die Überlegungen wurden verworfen.
