Garrel - Seit 40 Jahren besteht der Reha-Sportverein Garrel. Anlass genug für eine Feier, zu der der Verein am Mittwochabend Mitglieder und Ehrengäste ins Gasthaus Zum Schäfer eingeladen hatte. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Erna Kramer und einem Essen und Grußworten erinnerte die langjährige Übungsleiterin und Kassenwartin Hildegard Bregen an die Anfänge des Vereins, der 1983 als VdK-Behindertensportverein von Klara Steinbach gegründet worden war.
Rückblick
Der Gründungsversammlung am 2. Mai 1983 in der Gaststätte Elsen wohnten 19 Frauen bei. Klara Steinbach wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt. 1988 wurde der Verein um die Herzsportgruppe erweitert, bei der unter ärztlicher Betreuung Sport getrieben wird. 1990 erfolgte eine Namensänderung in Behinderten-Sportverein Garrel und 2004 in Reha-Sportverein Garrel. Zum Verein gehören neben der Herzsportgruppe die Gymnastikgruppe, eine Bosselabteilung, eine Hockergruppe sowie eine Tanzgruppe.
Bürgermeister Thomas Höffmann gratulierte der Vorsitzenden Erna Kramer zum Jubiläum.
Heute zählt der Verein rund 70 Mitglieder. „Ich freue mich, dass wir ein solch soziales Angebot in unserer Gemeinde haben, das insbesondere von den ehrenamtlichen Kräften lebt“, sagte Bürgermeister Thomas Höffmann in seinem Grußwort. Er sprach auch dem Sanitätsdienst des DRK Garrel den Dank aus, der dem Verein zur Seite stehe und das Angebot erst ermögliche.
Kontakte knüpfen
Wichtig sei der Verein, weil körperliche Bewegung unter fachkundiger Anleitung in der Gruppe helfe, bestehende Erkrankungen besser zu bewältigen und das Allgemeinbefinden zu stabilisieren. Betroffene könnten Kontakte mit Menschen gleicher Erkrankung und Problematiken schließen, die allgemeine Belastbarkeit werde verbessert sowie die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit gesteigert. Der Verein setze sich für die Gesundheitserhaltung und körperliche Mobilität lebensälterer Menschen bzw. Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Und das ohne Gewinnerzielungsabsicht, so Höffmann. Die Gemeinschaft pflege zudem das Zusammenleben. „Durch Ihren Einsatz für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger bringen Vorstand und Übungsleiterinnen viel sozialen Frieden und Hilfe in unsere Gemeinde“, so Höffmann, der den Reha-SV nach 40 Jahren „am Anfang seiner Erfolgsstory“ sieht.
Pastor Paul Horst stellte in seinem Grußwort den Begriff Behinderung generell in Frage und freute sich über das Engagement des Vereins, der „genau das leistet, was die Menschheit brauchen“. Vor allem hob er dabei auf die Freundschaft ab. Mit dem Neubau stehe auch das Johanneshaus bald wieder dem Verein zur Verfügung.
Bestandteil der Gemeinde
Rolf Elbers beglückwünschte den Verein im Namen des Behinderten-Sport-Verbandes Niedersachsen und des Fachverbandes für den Behindertensport im Kreis Cloppenburg und dankte für die „uneigennützige und ehrenamtliche Tätigkeit“. Der Zusammenhalt und die Herzlichkeit innerhalb des Vereins seien beispielhaft, wie bei Veranstaltungen deutlich werde. Der Verein sei ein fester Bestandteil des Gemeindelebens in Garrel. Erna Kramer nutzte die Feier, um Übungsleiterin Susanna Siemer als Gründungsmitglied auszuzeichnen.
Maria Tangemann erntete im Anschluss mit ihrem Auftritt zahlreiche Lacher.
