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Kartoffelfest in Dwergte Mit Stiefeln und Drahtkorb auf Erdäpfel-Suche

Aloys Landwehr
Mit dem historischen Kartoffelsortierer wurden die Kartoffeln der Größe nach sortiert

Mit dem historischen Kartoffelsortierer wurden die Kartoffeln der Größe nach sortiert

Aloys Landwehr

Dwergte - Mit Gummistiefel und Drahtkorb, Plastiktüte oder Jutesack ausgerüstet kamen die Kinder in die Dwergter Ortsmitte, um beim Kartoffelfest des Oldtimerclubs Dwergte nach dem Kartoffelroden die Kartoffeln zu suchen. Dabei waren um die Mittagszeit nach dem großen Regen die Gummistiefel durchaus angebracht. Am Nachmittag blieb es dann zur Freude der Veranstalter für einige Stunden trocken, so dass die Besucher auf dem Dorfplatz Kaffee und Kuchen genießen oder die Oldtimer-Ausstellung entspannt ansehen konnten.

Zum bereits zehnten Mal hatte der Oldtimerclub Dwergte, der zudem sein 20-jähriges Bestehen feierte, zum Kartoffelfest eingeladen. Eingeläutet wurde das Jubiläum mit einem Gottesdienst am Vorabend, bevor dann der große Jubiläumstanz im Dwergter Jugendheim folgte.

Urlauber dabei

Am Sonntagmittag folgte dann das traditionelle Kartoffelfest. Auch viele Gäste, die an der Talsperre ihren Urlaub verbrachten, waren erschienen. So nutzte eine Freundesgruppe aus Paderborn und Herford, die sich zu einem Wiedersehen an der Talsperre eingemietet hatte, die Gelegenheit, das Fest in Dwergte zu besuchen und war begeistert von den frischen Kartoffelpuffern.

In der Nähe des Festplatzes in der Ortsmitte des Feriendorfes am Meer hatten die rührigen Schrauber und Sammler eigens einen Kartoffelacker angelegt, auf dem dann mit historischen Kartoffelrodern die Kartoffeln traditionell gerodet wurden. Mit Eimern und Körben suchten die Kinder oft mit Unterstützung der Mütter und Väter die dicken Erdäpfel. Denn die Ausbeute, die der Roder den Kindern zum Auflesen präsentierte, konnte sich in diesem Jahr sehen lassen.

Nicht so konsequent

Nachdem die Kartoffeln gesucht waren, wurden die Körbe oder Tüten zum Sortierer, der mit der Hand gedreht werden musste, getragen. Dann wurden die Kartoffeln eingesackt und auf die Sackwaage, auf der verschiedene Gewichtsstücke das richtige Gewicht anzeigten, gestellt. Die frisch gerodeten, sortierten und gewogenen Kartoffeln konnten von den Besuchern günstig gekauft werden. „Was man findet, darf man mitnehmen“, glaubte ein Besucher. „Eigentlich war das so nicht gedacht. Die Kartoffeln sollten schon gekauft werden. Aber man mag dann auch nicht so konsequent sein“, erzählte Vorstandsmitglied Stefan Nordloh. Zudem gab es auf dem Festplatz beim Jugendheim Kartoffel-Pfannkuchen mit Apfelmus, Pommes und vieles mehr rund um die Kartoffel. Dazu konnten Interessierte mit dem vereinseigenen Wackelboot die ein oder andere Runde durch den Ferienort drehen. Die Erwachsenen interessierten sich eher für die Einzelheiten der ausgestellten Oldtimer des Dwergter Clubs. Auch für kühle Getränke hatte der Verein gesorgt.

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