Lastrup - Zum Kindergartenjahr 2023/2024 soll die 2019 gebaute Kinderkrippe Wolkennest in Lastrup um eine vierte Regelgruppe erweitert werden. Die Ausweisungen neuer Baugebiete führten zu einem Steigen der Kinderzahlen und machten ein Handeln unumgänglich, hieß es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Soziales und Freizeit. Die ursprünglichen Planungen zum Bau der Krippe sähen die Möglichkeit für eine Erweiterung vor, erläuterte Lastrups Bürgermeister Michael Kramer.
Genug Kindergartenplätze
„Nach den vorliegenden Kinderzahlen ist festzustellen, dass auch bei einer einhundertprozentigen Nachfrage an Kindergartenplätzen sämtliche Kinder der Gemeinde Lastrup im Kindergartenjahr 2022/2023 einen Kindergartenplatz in Anspruch nehmen können.“ Diese erfreuliche Nachricht hatte Kramer in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Soziales und Freizeit im März verkündet. Eingeschränkt hatte er: „Im Krippenbereich müssen jedoch zusätzliche Plätze geschaffen werden.“
Vor wenigen Monaten beschloss man, zum Kindergartenjahr 22/23 eine dritte Regelgruppe in der Krippe Wolkennest zu eröffnen. Durch die ausgewiesenen und in Planung befindlichen Neubaugebiete werde sich in den nächsten Jahren voraussichtlich ein weiterer Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ergeben. „Die Entwicklungen der Kinderzahlen machen ein weiteres Handeln im Kita-Bereich erforderlich“, erläuterte Kramer. Zudem möchte die Gemeinde vorausschauend planen. Deshalb müsse eine vierte Krippengruppe eingeplant werden.
Geschätzte Kosten
„Diese vierte Regelgruppe soll an das Gebäude der Kinderkrippe Wolkennest angedockt werden. Das ist durch die Architektin schon 2019 so vorgesehen worden“, so Kramer, der die Kosten auf 390.000 Euro schätzte. Durch Landes- und Kreiszuschüsse verbleibe für die Gemeinde ein Eigenanteil von voraussichtlich 110.000 Euro.
Außerdem empfahlt der Ausschuss den Antrag der Katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup auf Einführung eines Mittagstisches in der Kindertagesstätte Herz-Jesu in Hemmelte ab dem 1. August 2022 zum Beschluss. Allerdings trägt die Gemeinde Lastrup nur die Kosten für eine hauswirtschaftliche Kraft im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung beziehungsweise der Defizitbeteiligung. Die übrigen Kosten für die Einführung eines Mittagstisches (Anschaffung von Geräten, Möbeln oder Schulungskosten) werden aus dem laufenden Etat und aus den zweckgebundenen Rücklagen der Kindertagesstätte finanziert.
