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Kirche in Ramsloh 200 Jahre alte Krippenfiguren restauriert

Hans Passmann
Freuen sich, dass die über 200 Jahre alten Krippenfiguren in der St. Jakobus-Kirche in Ramsloh restauriert wurden (von links): Frank Naber, Pfarrer Ludger Fischer, Wolfgang Böhmann und Heinrich Böhmann.

Freuen sich, dass die über 200 Jahre alten Krippenfiguren in der St. Jakobus-Kirche in Ramsloh restauriert wurden (von links): Frank Naber, Pfarrer Ludger Fischer, Wolfgang Böhmann und Heinrich Böhmann.

Hans Passmann

Ramsloh - Noch fehlen die Heiligen Drei Könige zum Gesamtbild der Krippe in der katholischen St. Jakobus-Kirche in Ramsloh. Doch pünktlich zum Dreikönigsfest am 6. Januar werden die Figuren das Krippenbild bereichern. „Am Abend des 5. Januar stelle ich die Heiligen Drei Könige dazu“, sagt Wolfgang Böhmann aus Ramsloh. Er ist für den Krippenaufbau verantwortlich. Gelernt hat er den Aufbau von der Picke auf. „Ich war Messdiener seit meinem elften Lebensjahr. Seitdem bin ich jedes Jahr am Aufbau der Krippe beteiligt“, erzählt der 37-Jährige.

Alter bestätigt

Während seiner Messdienerzeit wurde der Krippenaufbau von Schwester Adelhilde begleitet. Seit wenigen Jahren ist Wolfgang Böhmann nun alleine dafür verantwortlich. Umso mehr ist der gelernte Lagerist erfreut, dass die in die Jahre gekommenen Krippenfiguren pünktlich zu Weihnachten restauriert wurden. Diese aufwendige Arbeit übernahm Restauratorin Käthe Tiedeken. Bei ihrer Arbeit bestätigte sie das Alter der Krippenfiguren von weit über 200 Jahren. Die Figuren wurden aus Lindenholz geschnitzt und die Schafe sind aus Schwarztorf geformt und getrocknet.

Davon überzeugte sich jetzt vor Ort Frank Naber, Direktor Firmenkunden der Landessparkasse zu Oldenburg, als er ein Geschenk für die Kirchengemeinde mitbrachte. Aus der Stiftung „Kunst und Kultur“ der LzO gab es einen Zuschuss von 4500 Euro für die Restaurierung der Krippenfiguren. „Nur so konnten wir die Überholung der Figuren in Auftrag geben“, sagte Pfarrer Ludger Fischer. Die Krippenbauer und der Gemeindeausschuss hatten zuvor die notwendige Restaurierung beim Saterländer Kirchenausschuss beantragt.

Bereits in alter Kirche

„Aufgrund des Alters müssen die Krippenfiguren bereits in der alten Kirche, die im 12./13. Jahrhundert gebaut wurde, gestanden haben“, sagt Heinrich Böhmann. Diese Kirche wurde im Jahr 1898 abgerissen und die neue Kirche „St. Jakobus“ an gleicher Stelle aufgebaut. Nach dem Tod von Schwester Adelhilde hatte Heinrich Böhmann zunächst zusammen mit seinem Sohn Wolfgang den Krippenaufbau übernommen.

Solange ihm die Zeit vor Weihnachten bleibt, will Wolfgang Böhmann auch in Zukunft die Krippe in der Ramsloher Kirche aufbauen: „Ich mache das gerne und habe Spaß daran.“

Daher versucht er auch jedes Jahr, der Krippenlandschaft ein neues Gesicht zu geben. „Dieses Jahr habe ich eine Torflandschaft hinzugefügt“, erzählt er. Etwa Ende Januar wird die Krippenlandschaft wieder abgebaut.

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