Wenn es um die Zukunft von Kirchen geht, spielen sicherlich Emotionen eine große Rolle. In der Dreifaltigkeitskriche sind zahlreiche Altenoyther getauft worden und innerhalb ihres Glaubens mit dem Gotteshaus aufgewachsen. Eine Trennung von so einem ortsbildprägenden Gebäude ist immer ein schwerer Schritt. In der aktuellen Situation ist es aber die einzig vernünftige Lösung – ein Gedanke, der Donnerstagabend sicherlich in vielen Köpfen entstand, nur traute es sich keiner auszusprechen.
Denn bei den – wohl bemerkt – geschätzten Sanierungskosten in Höhe von einer Million Euro fehlt noch die energetische Sanierung. Die Wabenfenster sind, etwas überspitzt gesagt, wohl undämmbar und dort andere Fenster einzubauen, würde aus dem sechseckigen 70er-Jahre-Bau eine komplett andere Kirche machen. Bei der jetzigen Million geht es um die reine Instandhaltung des Gebäudes. Danach werden weitere Kosten kommen, das war auch vielen Altenoythern am Donnerstagabend bewusst. Und auf genügend Hilfe aus Vechta oder Münster hoffen die Bürgerinnen und Bürger eh nicht. Die Dreifaltigkeitskirche würde so schnell zu einem Fass ohne Boden werden – von den steigenden Energiekosten mal ganz zu schweigen.
Deswegen wäre es nur logisch, jetzt alle verfügbaren Mittel in die St.-Vitus-Kirche zu stecken, denn die Sanierung dort wird noch deutlich teurer und aufwendiger. Aber: Die Vitus-Kirche ist ein wirklich erhaltenswertes historisches Denkmal und ein wahrer Gebäude-Schatz für die Region. Sicher ist: Der Kirchenausschuss steht vor einer schweren Entscheidung.
