Cloppenburg - Im Neubaugebiet „Südlich Freesienstraße“ soll ein besonderer Themenspielplatz gebaut werden, und im gesamten Stadtgebiet sollen die Spielplätze in Bezug auf ihre Barrierefreiheit und die Aufenthaltsqualität hin verbessert werden. Das ist das erste Resultat aus dem Spielplankonzept, das das Planungsbüro Gerdes aus Oldenburg erstellt hat.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse und Ideen im jüngsten Ausschuss für Bau und Verkehr in Cloppenburg. Mit einer Bestandserhebung war das Büro bereits im vergangenen Jahr gestartet. Dabei wurden alle 90 Spielplätze aufgesucht, kategorisiert und bewertet. Das Planungsbüro vergab die Note 3,7 für die Spielplätze. Nur 27 Prozent seien besser oder hochwertig bewertet worden, führte Geschäftsführer Jens Gerdes in der Sitzung aus.
Bedarf für drei Plätze
Außerdem wurde geschaut, welche Gebiete in Cloppenburg unterversorgt sind. So wurden für neue Spielplätze das Neubaugebiet Freesienstraße, der Cappelner Damm und der ZOB vorgeschlagen. Nach der Bestandsaufnahme ging es in die Bürgerbeteiligung. Insgesamt drei Workshops hat es gegeben, außerdem ein Treffen mit dem Behindertenbeirat und zwei Online-Fragebögen. Bei allen Beteiligungsformaten wurden Ideen, Vorschläge und Verbesserungen gesammelt. Das Planungsbüro war dabei sehr zufrieden mit der Resonanz.
Insgesamt sollte bei allen Spielplätzen die Barrierefreiheit überprüft und hergestellt werden. Mit mehr Bäumen und mehr Grün sowie Bänken könnte außerdem die Aufenthaltsqualität verbessert werden.
Und in einem dritten Schritt soll ein neuer Spielplatz in der Nähe des Neubaugebietes „Südlich Freesienstraße“ geplant werden. Diese Vorschläge der Verwaltung empfahl der Ausschuss zum Beschluss. Damit werden 45 000 Euro an Planungskosten für den Themenspielplatz und 75 000 Euro für erste Verbesserungsarbeiten im Haushalt eingeplant.
8,3 Millionen Euro
Insgesamt, so sieht es die Planung von Gerdes vor, könnten 8,3 Millionen Euro für die Erstellung und Verbesserung der Spielplätze in die Hand genommen werden. Im Zeitraum von bis zu fünf Jahren wären es 1,8 Millionen Euro. Kurzfristig, so sehen die Vorschläge der Planer aus, sollte ein Bolzplatz in Vahren wieder zu einem Spielplatz aufgewertet werden. Außerdem schlagen sie vor, einzelne Spielgeräte auszutauschen. Um den Bedarf besser zu decken, würden sie außerdem drei Themenspielplätze vorschlagen: Um Höhenerfahrung könnte es an der Freesienstraße gehen, am ZOB könnte Inklusion im Mittelpunkt stehen, und am Cappelner Damm würde sich alles um Bewegungs- und Rollsport und Geschwindigkeit drehen.
Planer Gerdes erklärte, dass sich die Funktion von Spielplätzen verändert habe. „Sie sind gedacht für alle Generationen und ein Ort, an dem Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln können. Außerdem sind sie grüne Oasen. Sie sind ein Aufenthaltsort, an dem gespielt wird“, so Jens Gerdes.
Als Daueraufgabe bezeichnete Jutta Klaus (Grüne/UWG) die Entwicklung der Spielplätze. Stefan Riesenbeck (SPD/Linke) lobte das Verfahren und die Bürgerbeteiligung.
