Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Corona-Regeln Was im Kreis Cloppenburg erlaubt ist – und was nicht

Kreis Cloppenburg - 19 neue positive Coronatests, 347 aktuelle Fälle und weiterhin eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weit über dem Grenzwert: Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Cloppenburg weiterhin fest im Griff. Bis Dienstag, 13.30 Uhr, lagen dem Gesundheitsamt insgesamt 942 positive Corona-Testergebnisse vor.

Die Inzidenzzahl

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 112,5 für den Landkreis Cloppenburg errechnet, das Robert Koch-Institut kam um 0 Uhr auf 101,9. Die neuen Coronafälle wurden in allen Teilen der Gesellschaft registriert. Die Kreisverwaltung stellt jedoch fest, dass „zunehmend größere Familien mit Bezug zum freikirchlichen Bereich“ betroffen sind. 773 Einwohner des Landkreises sind in Quarantäne. 36 Abstriche wurden bis Dienstagmittag im Corona-Testcenter genommen.

Schwere Verläufe

Innerhalb eines Tages wurden außerdem vier weitere positiv getestete Personen in stationärer Behandlung gemeldet. Insgesamt werden nun 22 Personen aus dem Landkreis Cloppenburg stationär behandelt, die im Altersdurchschnitt 68,4 Jahre alt sind. Die jüngste Person ist unter 30 Jahre alt und die älteste über 90.

Maske in der Kirche

In allen Heiligen Messen und Wortgottesfeiern der Katholischen Kirchengemeinde St. Andreas Cloppenburg muss ab sofort ein Mund-Nase-Schutz beim Betreten der Kirchen, beim Kommuniongang und beim Verlassen der Kirchen getragen werden. Sobald die Gottesdienstteilnehmer sitzen bzw. die Kirche verlassen haben, kann der Schutz abgenommen werden. Die Regelung gilt auch für Beerdigungsfeiern in den Friedhofskapellen.

Keine Jojo-Programm

Abgesagt wird das JoJo-Programm der Roten Schule in Cloppenburg. Das teilte die Stadt mit. Die Entscheidung sei auf der Grundlage der Allgemeinverfügung zur Einschränkung des sozialen Lebens in Cloppenburg gefallen. Die Absage gilt bis einschließlich 25. Oktober. „Wir hoffen sehr, dass ab dem 25. Oktober unser Programm möglichst wie geplant stattfinden kann,“ äußerte sich Britta Drees, Sozialpädagogin in der Roten Schule. Aktuell werde bereits an einem Alternativprogramm gearbeitet.

Auch die Ferienbetreuung musste kurzfristig von 25 auf acht Kinder runtergefahren werden. „Da können wir uns nur bei den Eltern für ihr Verständnis und ihre Mitarbeit bedanken. Nur gemeinsam hat dieser Schritt funktioniert,“ so Nora Behrens, Sozialpädagogin in der Roten Schule. Teilweise wurde seitens der Eltern spontan die Betreuung ihrer Kinder privat organisiert, um den Platz in der Ferienbetreuung der Roten Schule für diejenigen Kinder freizugeben, deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Für Fragen und Infos stehen die Mitarbeiter der Roten Schule ( t  0 44 71/ 70 98 89) zur Verfügung.

Der Sport

Seit Donnerstag dürfen die Sportler im Landkreis Cloppenburg wieder ihren Hobbys nachgehen, seit Sonntag ist auch die Allgemeinverfügung zum Verbot von Spielen ausgelaufen. Und der Landkreis plant auf Nachfrage unserer Redaktion am Dienstagmorgen auch keine neuerliche Einschränkung des Liga- oder Trainingsbetriebes.

„Die Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis wird weiterhin intensiv beobachtet“, teilte Kreis-Sprecher Sascha Sebastian Rühl mit. Sollte es im Bereich des Sports zu Ausbrüchen kommen, werde die Kreisverwaltung die Auflagen wieder verschärfen. Zu prüfen sei auch noch, wie mit Publikum bei Spielen umgegangen werden solle.

„Wichtig ist in der aktuellen Situation, dass die Sportler des Landkreises Disziplin beweisen, Gruppenbildungen vermeiden, außerhalb des Spielfeldes auf Abstände und Alltagsmaskengebrauch achten und verantwortungsbewusst in dieser Lage handeln. Die ausgearbeiteten Hygienekonzepte müssen eingehalten werden“, appelliert der Landkreis. Gleichzeitig sollte auf private Treffen nach dem Spiel verzichtet werden. Darüber hinaus gibt es ein paar Regeln: Duschen und Umkleiden sind unverzüglich zu nutzen, Treffen in Vereinsheimen oder Dorfgemeinschaftshäusern sind nicht erlaubt.

Soestebad

Theoretisch öffnen durften am 8. Oktober auch wieder die Schwimmbäder im Kreis. Das Soestebad war bislang noch geschlossen, öffnet aber an diesem Donnerstag wieder. In den Ferien gibt es Zeiten von 9 bis 12, 13 bis 16 und 17 bis 20 Uhr. Es ist der vergünstigte Tarif für zwei Stunden zu zahlen. Dienstags und donnerstags öffnet das Bad zudem schon von 6.30 bis 7.45 Uhr. Weiterhin ist die Reservierung eines Zeitfensters online unter www.soesetebad.de nötig. Der Kursus-Betrieb wird noch nicht wiederaufgenommen.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg
Stehen bereits in den Startlöchern, von links: Ronald Siebel (Horizontalbohrung), Felix Baierlein (Genehmigung), Tobias Biener (Projektkommunikation), Frank Schwering (Genehmigung) und Jan-Henrik Kupfernagel (Horizontalbohrung).

HORIZONTALBOHRUNGEN IN DORNUMERSIEL BEGINNEN Dieses Großprojekt spielt entscheidende Rolle für die Energiewende im Nordwesten

Larissa Siebolds
Dornumersiel
Ins DLV–EM-Team berufen: Talea Prepens

LEICHTATHLETIK DLV nominiert Talea Prepens doch noch für EM

Steffen Szepanski
Cloppenburg
Ziel des Neugeborenenhörscreenings mit angeschlossenem Tracking ist es, schwerhörige Kinder möglichst innerhalb der ersten sechs Lebensmonate zu behandeln – beispielsweise mit einem Cochlea-Implantat.

OLDENBURGER HÖRZENTRUM FORDERT LANDESWEITE UNTERSUCHUNGEN Trotz Anspruchs – 86 Prozent der Babys werden nicht auf Schwerhörigkeit getestet

Anja Biewald
Oldenburg