Kreis Cloppenburg - Nachdem der Spielbetrieb im Handball-Verband Niedersachsen (HVN) seit dem vergangenen Wochenende wieder angelaufen ist, steigen nun die heimischen Teams ins Punktspielgeschehen ein. Allerdings könnte es noch kurzfristige Absagen geben, die der Verband erlaubt. In einer Videokonferenz, hauptsächlich mit Vertreten der Handballregion Oldenburg, befürworteten einige Vereine ein weiteres Aussetzen des Spielbetriebes vor allem angesichts der allgemeinen Testpflichten (verschärfte 2G+Regelung“).
Landesliga Frauen: HSG Hunte-Aue-Löwen - TV Cloppenburg (Samstag, 19.15 Uhr, Sporthalle Mühlenkamp in Diepholz). Sechs Siege in sechs Spielen bei einem Plus von 86 Toren – die Frage nach dem Favoriten ist schnell beantwortet, wie TVC-Trainerin Slawka Jezierska betont, aber in der Aufgabe auch etwas Gutes sieht. „Nach der langen Zwangspause stehen wir nicht unter Druck und wollen, so gut es geht, mithalten“, so die Trainerin, die die letzte Aufgabe gegen SFN Vechta II, als es einen 27:21-Sieg gab, als viel bedeutender für den Klassenerhalt ansah. Bis auf Lena-Sophia Schmid, die nach Umzug nur noch wenig trainieren kann, dürfte alles an Bord sein.
SFN Vechta II - SV Höltinghausen (Samstag, 17.30 Uhr, Halle Vechta-West). Die Gäste haben als Tabellenneunter einen Punkt mehr auf dem Konto als die Gastgeberinnen. Für SVH-Trainer David Tabeling kommt es vor allem darauf an, möglichst heil aus dieser Saison zu kommen. „Sportlich entwickelt sich die Saison eher zu einer Farce. Die Vorbereitung zuletzt war quarantäne-bedingt nicht einfach“, so Tabeling, der eventuell Nele Hermes aus der A-Jugend ins Aufgebot, dessen genaue Größe offen ist, mitnehmen wird.
Landesklasse, Frauen: HSG Friesoythe - TuS Esens (Samstag, 15 Uhr, Halle Großer Kamp Ost 5). Neben der schwierigen Vorbereitung kam nun auch noch großes Pech hinzu. Viktoria Maier, nach überstandener Kreuzband- und Meniskusverletzung gerade wieder ins Training eingestiegen, verletzte sich buchstäblich in letzter Sekunde des Trainingsabends mit Verdacht auf Kreuzbandriss. „Das ist sehr tragisch, vielleicht bedeutet dies sogar das Karriereende“, sagt Trainer Stefan Stratmann, der vor dem Spiel gegen den punktgleichen Tabellenletzten ohnehin schon auf die verletzten Lina Kleinmann, Sandra Plate, Sarah Anneken, Anna-Lena Faust und die privat verhinderte Heike Kruse verzichten muss.
Männer: SFN Vechta - HSG Friesoythe (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Vechta-West). Auch wenn die HSG nach zuletzt drei Siegen in Folge sich ins Mittelfeld absetzen konnte, geht das Team beim Spitzenreiter als Außenseiter ins Rennen. Bleibt abzuwarten, wie sich der Gast um den Spielertrainer und weiterhin besten Torschützen der Liga, Nils Albers, in dieser Rolle schlägt.
