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Weitere Corona-Fälle Reiserückkehrer schleppen Varianten in Kreis Cloppenburg ein

Kreis Cloppenburg/Hannover - Dem niedersächsischen Gesundheitsamt in Hannover sind bisher landesweit 32 Fälle der Mitte Dezember 2020 erstmals in Brasilien gemeldeten Gamma-Variante bekannt geworden. Acht dieser Fälle stehen einem Behördensprecher zufolge im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen im Landkreis Cloppenburg.

Dort ist die Zahl der aktuellen Coronafälle innerhalb von 24 Stunden bis Donnerstag, 12 Uhr, auf 34 gestiegen. Es lägen fünf neue positive Testergebnisse und drei Genesungen vor, teilte die Kreisverwaltung mit. Von den fünf neuen positiven Testergebnissen stammen zwei aus dem Umfeld des Infektionsgeschehens am Schlachtbetrieb Danish Crown in Essen (Oldenburg). Dort waren seit dem 28. Juni bis Mittwoch, 7. Juli, 45 Fälle bekannt geworden: 28 der Infizierten leben im Kreis Osnabrück.

Der Kreis Cloppenburg plant trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz von 13,5 am Donnerstag im Moment noch keine weiteren Einschränkungen, weil das Infektionsgeschehen klar einzugrenzen sei.

Bei Tests aufgefallen

Nach vorläufigen Prüfungen des Gesundheitsamtes Cloppenburg sind die Delta- und Gamma-Variante durch Reiserückkehrer in den Landkreis Cloppenburg und in das Umfeld des Essener Schlachtbetriebs gelangt. Aufgefallen sind sie durch vorgeschriebene Testungen. Es sei nicht auszuschließen, dass es bereits mehrere Fälle im Landkreis gebe, die von anderer Stelle aus eingetragen und nur noch nicht entdeckt worden seien.

MUTATION DES CORONA-VIRUS Gamma-Variante erreicht Landkreis Cloppenburg

Carsten Mensing
Cloppenburg

Engen Kontaktpersonen von Infizierten mit einer Mutation des Coronavirus wird nun auch dann eine 14-tägige Quarantäne verordnet, wenn sie vollständig geimpft sind oder innerhalb der letzten sechs Monate eine Infektion durchgestanden haben. Ausgenommen davon ist die Alpha-Variante aus Großbritannien. Laut Studien würden die Impfungen in der Regel zwar zu hoher Wahrscheinlichkeit gegen schwere Verläufe der neuen Mutationen helfen, jedoch sinke die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nicht im selben Maße, heißt es von der Kreisverwaltung. Gleichzeitig werde der Landkreis ab sofort sämtliche positiven Befunde aus seinem Testzentrum sequenzieren lassen, um auf die Ausbreitung der Mutationen reagieren zu können.

Neue Mutationen

Sorge bereiten der Kreisverwaltung auch der Reiseverkehr der Urlaubszeit und Großereignisse wie die Fußball-EM. „Es wurden nun innerhalb kürzester Zeit zwei neue Mutationen in den Landkreis Cloppenburg eingeschleppt, und weltweit gibt es noch viel mehr. Je mehr es werden, desto höher wird das Ansteckungsrisiko und die Gefahr einer neuen Welle“, so Landrat Johann Wimberg.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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