Kreis Cloppenburg/Leipzig - An diesem Wochenende finden in Leipzig die Deutschen Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften statt. Unter den über 450 Teilnehmern sind mit Talea Prepens (TV Cloppenburg), der U-20-Meisterin Carolin Hinrichs (VfL Löningen) und der seit 2022 für den ASV Köln startenden Löningerin und Olympia-Teilnehmerin in Tokio Lea Meyer drei heimische Athletinnen am Start.
Start enorm wichtig
Im 60-m-Sprint geht Talea Prepens mit der viertbesten Zeit ins Rennen der insgesamt 24 Teilnehmerinnen. An diesem Samstag um 17.12 Uhr wird es drei Läufe im Halbfinale geben, wobei die jeweils zwei Besten jedes Laufes sowie darüber hinaus zwei Zeitschnellste ins Finale gelangen, das um 18.52 Uhr startet.
„Ein großer Erfolg wäre das Finale“, sagt Trainer Harald Prepens. Die Teilnehmerinnen sind mit ihren Bestzeiten derart eng zusammen, da kann ein etwas schwächerer Start schon alle Hoffnungen zerstören, betont er. Jahresbeste ist die EM-Zweite über 100 Meter Gina Lückenkemper (SSC Berlin), die in Dortmund 7,22 sec. lief, Prepens als Dritte ihren persönlichen Rekord auf 7,31 sec. drückte – nur eine Hundertstel unter der WM-Norm. In der Rangliste liegen nur noch Tatjana Pinto (TV Wattenscheid, 7,24) und Sophia Junk (LG Rhein-Wied, 7,29) vor ihr. Zwar waren die Witterungsbedingungen nicht gut, dennoch wurde, wie der Trainer betonte, am Start und am Reaktionsvermögen gearbeitet, da es hier noch das eine oder andere wichtige Hundertstel herauszuholen gäbe.
Gute Final-chancen
Dies spielt für Carolin Hinrichs keine Rolle, geht die frisch gebackene Deutsche Meisterin der U-20 über 1500 Meter an den Start. Mit diesem Titel im Rücken sei ihr Debüt bei den Frauen „eine Zugabe“, wie Trainer Armin Beyer betont. Im Vorlauf an diesem Samstag um 13.30 Uhr könnte, da hier mit nicht allzu hohem Anfangstempo gerechnet werden kann, vor allem ihre Spurtschnelligkeit den Ausschlag geben, um dann entweder unter den drei Besten oder unter den sechs Zeitschnellsten das Finale zu erreichen, das am Sonntag um 14.54 Uhr gestartet wird. „Carolin ist nach ihrem Sieg in Sindelfingen selbstbewusst genug, taktisch gut mithalten zu können. Das Finale ist möglich, Platz vier bis sechs wäre eine sehr gute Leistung“, so Beyer, der bei einer Sprintentscheidung sogar einen Podestplatz für möglich hält.
Die Löningerin Lea Meyer (ASV Köln) startet über die 3000 Meter am Sonntag um 17.39 Uhr. Ein Podestplatz ist wahrscheinlich, lief sie doch zuletzt in Staten Island bei New York über diese Distanz 8:55,30 Minuten. Schärfste Rivalin dürfe Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) sein, die in Liévin (Frankreich) mit 8:44,61 Minuten auf Rang vier der ewigen deutschen Hallen-Bestenliste stürmte. Die Deutsche Hallenrekordlerin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen) hat ihre Wintersaison bereits beendet. Die Titelträgerin von 2017 Alina Reh (SSV Ulm 1846) fehlt ebenfalls.
