Cloppenburg - Die Corona-Pandemie hat die Arbeit der Kreisverkehrswacht Cloppenburg auch im vergangenen Jahr erheblich eingeschränkt. So konnten beispielsweise nach 2020 wieder keine Verkehrssicherheitsaktion „Junge Fahrer“ und keine „Schutzengel in Aktion“ angeboten werden.
Das geht aus dem Geschäftsbericht 2021 hervor, den die Kreisverkehrswacht jetzt während ihrer Generalversammlung vorgelegt hat. Auch für Flüchtlinge und Personen mit Handicap wurden keine Verkehrssicherheitsveranstaltungen angeboten.
Unfallopfer-Aktion
Die Aktion „Mit Unfallopfer und Notärztin an die Front“ litt einmal mehr unter dem Lockdown und den pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen. Haben 2019 noch rund 3000 Schüler Michaela Meyer (Opfer eines schweren Verkehrsunfalls), Almut Opolka (Notärztin) und Achim Wach (Verkehrssicherheitsberater der Polizei) zugehört, waren es 2020 nur noch rund 400 und im vergangenen Jahr 160. Trotzdem werde das Team, das seit 2005 an weiterführenden Schulen unterwegs sei, das Projekt mit großem Engagement weiterführen, hieß es seitens der Kreisverkehrswacht.
Sicherer Schulweg
Mit immerhin rund 1000 Kindern wurde 2021 der „sichere Schulweg“ aufgesucht. Auf die Anwesenheit der Eltern verzichtete die Kreisverkehrswacht genauso, wie auf die zu diesem Thema normalerweise stattfindenden Elternabende in den Kindergärten.
Verhalten im Bus
Der gleichen Anzahl an Bus-Erstklässlern wurde derweil das richtige Verhalten an Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen sowie im Bus beigebracht. Diese Veranstaltungen waren einmal mehr von den beauftragten Busunternehmen Tholen (Altenoythe), Kuper (Markhausen), Janßen (Ramsloh), Brünemeyer (Kamperfehn), Wilmering (Vechta), Schomaker (Lohne) und Krümberg (Löningen) kostenfrei organisiert worden.
Lotsendienst
Schüler- und Elternlotsen spielen im Landkreis Cloppenburg nur eine untergeordnete Rolle. Denn viele Querungsstellen seien mittlerweile technisch gesichert, so die Kreisverkehrswacht. Kreisweit sei nur ein Schülerlotsendienst aktiv: Die Kreisverkehrswacht betreue 19 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Lastrup, die dort den Schulweg sicherten.
Das gleiche Bild bei den Elternlotsen: Hier stellen sich seit 2016 23 Eltern und alle 15 Lehrer der Grundschule Cappeln für den ehrenamtlichen Sicherheitsdienst zur Verfügung. Jährlich werden zwischen zehn und 15 Väter und Mütter ausgebildet, um das Projekt aufrechtzuerhalten.
Fahrsicherheit
Am Sicherheitstraining für Pkw- und Motorradfahrer nahmen im vergangenen Jahr 177 Personen teil, nachdem es 2020 nur 59 gewesen waren. Vor der Pandemie waren 2019 noch 204 dabei gewesen.
Unter den Teilnehmern 2021 waren 147 Fahranfänger unter 25 Jahren: Die Kosten allein für diese Personengruppe belaufen sich auf 15000 Euro, die komplett vom Landkreis übernommen werden. Dieser nimmt das Geld durch Blitzer-Bußgelder ein. Wenn man bedenke, dass alle circa 2000 Fahranfänger jährlich schriftlich zum Training eingeladen würden, nehme nur ein sehr geringer Anteil das Angebot auch tatsächlich wahr, so die Kreisverkehrswacht.
26 Ehrenamtliche
Für die Kreisverkehrswacht sind derzeit 26 ehrenamtliche Helfer aktiv. „Auf Veranstaltungen der Verkehrswacht opfern sie ihre Freizeit für die Verkehrssicherheit“, heißt es dazu abschließend im Geschäftsbericht.
