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Kriminalitätsstatistik für den Nordkreis Cloppenburg „Bei uns lebt es sich am sichersten“

Die Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta hat jetzt ihre Kriminalitätsstatistik für den Nordkreis Cloppenburg präsentiert.

Die Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta hat jetzt ihre Kriminalitätsstatistik für den Nordkreis Cloppenburg präsentiert.

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Friesoythe - Der Nordkreis Cloppenburg sticht in erfreulichem Maß heraus – nirgendwo im Bereich der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta sind die Fallzahlen niedriger als in den Kommunen Friesoythe, Bösel, Barßel und Saterland. „Bei uns lebt es sich am sichersten“, sagte Günter Witte vom Polizeikommissariat Friesoythe bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das Oldenburger Münsterland. Unsere Redaktion hat sich die Zahlen einmal genauer angeschaut.

Gesamtentwicklung

Schaut man sich die Gesamtentwicklung der vergangen fünf Jahre an, fällt auf, dass sich die Fallzahlen der Kriminalitätsbelastung im Nordkreis immer um die 2000 Fälle bewegen. Bei der Statistik der Polizei spielt die sogenannte „Häufigkeitszahl“ eine große Rolle. Das ist die Zahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Sie ist der „Indikator für die durch die Kriminalitätsbelastung verursachte Gefährdung“. Diese Häufigkeitszahl ist von 2021 auf 2022 zwar von 3385 auf 3801 gestiegen, jedoch hat sich auch hier die jährliche Belastung in den vergangenen Jahren auf einen Wert um die 4000 Euro eingependelt. Die Aufklärungsquote aller Straftaten im Nordkreis durch die Beamten des Polizeikommissariats Friesoythe lag 2022 bei 66,8 Prozent.

Sexualdelikte

Schaut man auf die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wird ganz schnell deutlich, dass die Kurve dieser Delikte in den vergangenen Jahren nur eine Richtung kennt: nach oben. 2022 wurde insgesamt 72 Delikte im Nordkreis erfasst, 2021 waren es nur 62, 2020 nur 49. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote in diesem Bereich aber viel höher. 98,6 Prozent der Fälle aus 2022 konnten durch die Polizei aufgeklärt werden, nur ein ungelöster Fall ist dabei.

Diebstähle

Deutlich schlechter als bei den Sexualdelikten stellt sich die Aufklärungsquote in Sachen Diebstähle dar. Hier konnte 2022 nur 36,9 Prozent der Fälle aufgeklärt werden. Die Quote ist zwar etwas höher als die von 2021 (29,9), dafür ist die Zahl der Diebstähle von 455 in 2021 auf 733 in 2022 aber auch stark angestiegen. An diesen Zahlen kann man aber auch sehr gut den Verlauf der Corona-Pandemie ablesen. 2020 und 2021 sind die Fallzahlen gesunken, ab 2022 geht es wieder in die Höhe.

Roheitsdelikte

Bei den sogenannten „Roheitsdelikten“, dazu zählen unter anderem Raub und Körperverletzung, sowie den „Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ kann sich die Aufklärungsquote im Nordkreis Cloppenburg sehen lassen. 95,2 Prozent der 442 Straftaten aus 2022 konnten in diesem Zusammenhang aufgeklärt werden. Ähnliche Quoten können die Beamten seit dem Jahr 2013 halten. Auch diese Straftaten sind in den vergangenen Jahren mehr geworden – nur 2020 wurde mit 369 Taten eine relative niedrige Zahl erfasst.

Einbrüche

Im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl ist die Aufklärungsquote im Vergleich zu 2021 wieder gesunken. Von 28 Fällen konnten die Beamten lediglich drei aufklären. Das entspricht einer Quote von 10,7 Prozent. Dazu kommen 15 Einbruchsversuche. 10 Einbrüche mehr als 2021 gab es in 2022 und auch die Versuchsquote, die die Polizei extra erfasst, ist dabei gestiegen. Auch hier sind die Jahre 2020 und 2021 mit relativ wenigen Einbrüchen dabei. Die Corona-Pandemie und das dadurch deutlich gestiegene „Daheimbleiben“ der Bevölkerung kann man auch hier sehr gut ablesen.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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