Cloppenburg - Schlafstörungen nehmen zu. Diese Feststellung macht auch Dr. Thomas Möller, Chefarzt der Pneumologie, Beatmungs- und Intensivmedizin sowie Leiter des Schlaflabors am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg. Diese Abteilung wurde jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ausgezeichnet, teilt das Krankenhaus nun mit.
Die Ursachen für einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus können laut Dr. Möller vielfältig sein: beruflicher und privater Stress, falsche Ernährung oder ein übermäßiger Konsum von Genussmitteln wie Kaffee oder Alkohol. Bisweilen steckten hinter einem unregelmäßigen oder gestörten Schlaf auch ernsthafte Erkrankungen. Das Schlaflabor besteht in Cloppenburg bereits seit 1999.
„Bei Patienten mit gravierenden Schlaf- und Atemstörungen stellen wir häufig Bluthochdruck, eine erhöhte Schlaganfallrate und andere Folgeerkrankungen fest“, so Dr. Möller. Die als Schlafapnoe bezeichneten Atemaussetzer in der Nacht würden in der Regel vom Partner beobachtet und führten beim Patienten zu einer dauerhaften Tagesmüdigkeit und Leistungsminderung. Gerade eine chronisch gestörte Atmung führt dem Cloppenburger Chefarzt zufolge zu einer gesundheitlichen Ausnahmesituation. „Einige Patienten haben einen schweren Sauerstoffabfall im Blut, in etwa vergleichbar mit der physischen Belastung bei einer Himalayabesteigung“, erklärt Dr. Möller.
Während bei allen Patienten, die unter chronischen Schlafstörungen leiden, eine Beeinträchtigung von Gesundheit und Lebensqualität festzustellen ist, wird der schlechte Schlaf bei Personen, die zum Beispiel Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr oder Maschinen führen, zum Sicherheitsfaktor, da vermehrt ein Sekundenschlaf auftritt. Ist der Schlaf dauerhaft beeinträchtigt, sollte gerade bei diesen Patientengruppen eine medizinische Abklärung erfolgen.
