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Landtagswahl im Nordkreis Cloppenburg So wählten Friesoythe, Barßel, Bösel und Saterland


Fast 1000 Wahlhelfer waren – wie hier im Wahllokal Barßelermoor – am Sonntag im Wahlkreis 66 Cloppenburg-Nord im Einsatz. 
Hans Passmann

Fast 1000 Wahlhelfer waren – wie hier im Wahllokal Barßelermoor – am Sonntag im Wahlkreis 66 Cloppenburg-Nord im Einsatz.

Hans Passmann

Nordkreis - Die Landtagswahl in Niedersachsen hat auch im Wahlkreis 66 Cloppenburg-Nord einige Gewinner und Verlierer hervorgebracht. Hier eine Übersicht über das Wahlverhalten und Besonderheiten in den Nordkreis-Kommunen Friesoythe, Barßel, Bösel und Saterland.

Friesoythe

Eines vorweg: Die Wahlbeteiligung in Friesoythe war mit 57,2 Prozent genauso mies wie im ganzen Land. 16.556 Bürgerinnen und Bürger hätten am Sonntag wählen dürfen, aber nur 9469 Personen nahmen dieses Recht für sich in Anspruch. Und diese entschieden sich mehrheitlich dafür, dass Lukas Reinken (CDU) als Direktkandidat in den Landtag einzieht. Er bekam 47,7 Prozent der Stimmen. Pia van de Lageweg (SPD) konnte als wichtigste Mitstreiterin um das Direktmandat 31,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Bei den Zweitstimmen hat die CDU ebenfalls die Nase vorn. Es folgen die SPD, AfD und die Grünen. Die FDP hat auch in Friesoythe die 5-Prozent-Hürde nicht übersprungen. Reinken erzielte sein bestes Ergebnis übrigens im kleinsten Wahlbezirk Neumarkhausen. Dort kam es auf 74,75 Prozent. Pia van de Lageweg konnte mit 49,43 Prozent am besten in Kamperfehn punkten. Andreas Altergott (AfD) konnte als drittbester Direktkandidat sein persönlich bestes Ergebnis mit 23,8 Prozent im Bezirk Mehrenkamp/Schwaneburg erzielen.

Bösel

Lukas Reinken war der klare Favorit der Wahlberechtigten in Bösel. Hier holte er satte 52,95 Prozent der Erststimmen. Im Wahlraum Treffpunkt St. Georg stimmten sogar 60,25 Prozent der Wähler für den CDU-Kandidaten. Auch bei den Zweitstimmen stehen die Christdemokraten mit 47,91 Prozent immer noch gut da, obwohl sie 11,55 Prozent der Stimmen zu 2017 verloren haben. Die SPD-Kandidatin Pia van de Lageweg holte in Bösel nur 21,21 Prozent der Erststimmen und schnitt damit noch besser ab als ihre Partei, die nur 20,52 Prozent der Zweitstimmen einfuhr. Starke Stimmgewinne verzeichnet dagegen die AfD. Sie legte auf Ortsebene um 9,25 Prozent auf 13,47 Prozent zu. Ihr Kandidat Andreas Altergott bekam 12,79 Prozent der Erststimmen. Im Wahlraum Oberschule Bösel stimmten 23,39 Prozent der Wähler für die Alternative für Deutschland. Die FDP hat in Bösel 2,46 Prozent weniger Zustimmung als noch bei der letzten Landtagswahl, liegt mit 6,6 Prozent aber immer noch über dem Landestrend. Ihre besten Werte holte sie mit 7,99 Prozent unter den Briefwählern.

Barßel

Ein Stimmenrekord kann die AfD in der Gemeinde Barßel verbuchen. Wahlkreisweit konnte die Partei sowohl mit der Erststimme (16,13 Prozent) als auch mit der Zweitstimme (15,87) in Barßel das beste Ergebnis einfahren. Bei den Wahllokalen landete die AfD in Lohe gemeindeweit mit 24,35 Prozent ihr bestes Ergebnis. Sieger der Wahl in Barßel bei den Erststimmen war Lukas Reinken mit 37,8 Prozent. Dicht gefolgt wurde er dabei von Pia van de Lageweg, die 32,2 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Schaut man auf die einzelnen Wahllokale, konnte die SPD-Kandidatin gerade in Elisabethfehn und Reekenfeld mehr Stimmen als der CDU-Kandidat verbuchen. Begüm Langefeld (Grüne) erreichte 6,7 Prozent, Imke Haake (FDP) schaffte es auf 3,9. Kreszentia Flauger erreichte gerade einmal 3,1 Prozent der Stimmen.

Einen Negativ-Rekord nimmt Barßel im Bezug auf die Wahlbeteiligung ein. Im gesamten Wahlkreis hat die Gemeinde mit 51,5 Prozent die schlechteste Beteiligungsquote, noch hinter dem Saterland mit 51,97. Von den 10.354 Wahlberechtigten gingen gerade einmal 5332 Wählerinnen und Wähler an die Urne. 82 Stimmzettel wurden als ungültig gewertet.

Saterland

Trotz Verlusten hat die CDU auch im Saterland ihre Spitzenposition verteidigt. Die Christdemokraten erhielten 39,1 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen. Das ist ein Verlust von mehr als zehn Prozent im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren (50,3 Prozent). Auf Platz zwei folgt erneut die SPD mit 27,1 Prozent und leichten Verlusten. 2017 waren es noch 27,6 Prozent gewesen. Deutlich hinzugewonnen und ihren Zweitstimmenanteil fast verdreifacht hat die AfD im Saterland. Waren es 2017 noch 5,8 Prozent gewesen, sind es nun 15,7 Prozent. Hochburg für die AfD ist der Ort Ramsloh. Dort erreichte die Partei in drei von vier Wahllokalen zwischen 23 und 24 Prozent und ist im Kindergarten „Seelterfoakse“ (23,76) sogar vor der SPD (23,57) zweitstärkste Partei. Die Grünen kommen gemeindeweit auf 6,9 Prozent (2017: 5,3 Prozent), die FDP auf 4,2 Prozent (2017: 6,4 Prozent).

Bei den Erststimmen liegt CDU-Kandidat Lukas Reinken im Saterland klar vorne mit 44,7 Prozent vor Pia van de Lageweg mit 27,1 Prozent. Sein bestes Ergebnis erzielte Reinken im Feuerwehrhaus Scharrel mit 53,1 Prozent, Lageweg im Schießstand Sedelsberg mit 34,3 Prozent. Andreas Altergott (AfD) erhielt 15,5 Prozent, Begüm Langefeld (Grüne) 6,5 Prozent, Imke Haake (FDP) 4,2 Prozent und Kreszentia Flauger (Linke) 2,5 Prozent.

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