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Nachruf auf Franz Wienken Urgestein des Cloppenburger Stadtrats gestorben

Franz Wienken – 14 Jahre Vorsitzender des Senatorenstammtisches – war im Juli 2022 zum Ehrenpräsidenten ernannt worden.

Franz Wienken – 14 Jahre Vorsitzender des Senatorenstammtisches – war im Juli 2022 zum Ehrenpräsidenten ernannt worden.

Privat

Cloppenburg - Ein Urgestein des Cloppenburger Stadtrats ist tot: Franz Wienken starb am 26. Oktober im Alter von 88 Jahren. Sage und schreibe 32 Jahre lang engagierte sich der Landwirt aus Vahren im „Kommunalparlament“ der Kreisstadt für das Wohl von dessen Bürgern. Zudem war er von 1986 bis 2001 Kreistagsmitglied. 67 Jahre gehörte er der CDU an.

Nach zwei Wahlperioden im Stadtrat (1964 bis 1972) wurde Wienken vor exakt 50 Jahren erstmals in den einflussreichen Verwaltungsausschuss entsandt. In dem vertraulich tagenden Gremium blieb er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Rat 1996 Mitglied. Zudem war er von 1972 bis 1981 Mitglied des Ortsrates Vahren/Stapelfeld und von 1976 bis 1986 2. stellvertretender Bürgermeister. Und ab dem 10. Juli 1989 für sieben Jahre der erste Stellvertreter.

Senatorenstammtisch

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Rat ließ Wienken die Politik nicht los. Und so war er am 27. Januar 1997 einer der Mitbegründer des Senatorenstammtisches Cloppenburg (SSC) – einem Zirkel für frühere Ratsmitglieder, den es bis heute gibt. Für sein leidenschaftliches Engagement, seine Verdienste und seine 25-jährige Mitgliedschaft wurde Wienken im Juli 2022 zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Würdigung

„Franz Wienken war Vollblut-Kommunalpolitiker mit Herz und Verstand. Für seinen mit Geradlinigkeit, Offenheit und Tatkraft gelebten Einsatz für das Gemeinwohl sowie ausgerüstet mit vollstem Verantwortungsbewusstsein erwarb er sich allseits Vertrauen und hohen Respekt. Sein Wort fand stets Gehör. Seine Stimme hatte Gewicht“, würdigte SSC-Präsident Peter Lauer den Verstorbenen. Wienken habe stets der faire Umgang im politischen Streit ausgezeichnet. Der unmittelbare Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sei ihm sehr wichtig gewesen. In Rhetorik und Haltung Wienkens seien Anstand und Wertschätzung immer präsent gewesen, so Lauer. Den gesunden Kompromiss habe Wienken um der Sache willen nie ausgeschlossen. Besonders habe ihm die Vertretung der Außenbezirke der Stadt Cloppenburg und dabei immer die Lebensqualität der Menschen in Dorf und Stadt, in Landwirtschaft und Kaufmannschaft am Herzen gelegen. Wienken hinterlässt seine Ehefrau Hedwig, vier Kinder sowie seine Enkel. Die Trauerfeier ist am Donnerstag, 3. November, 10.30 Uhr, auf dem St.-Andreas-Friedhof; dann Seelenamt in der St.-Andreas-Kirche.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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