Lastrup/Klein Roscharden - Mit ihrer Generalversammlung begann für die Offiziellen der Reitgemeinschaft Klein Roscharden wieder das reguläre Vereinsleben, das durch Corona fast zum Erliegen gekommen war. Nun möchte der Verein zunächst für 16 500 Euro den Richterturm am Hauptplatz auf der Vereinsanlage auf dem Hof Klatte sanieren. Zum Familien- und Jugendturnier am 6. und 7. August soll die Anlage mit vielen Eigenleistungen fertiggestellt sein.
Bescheidenes Sportjahr
In seinem Rechenschaftsbericht auf der Generalversammlung des Vereins konnte der erste Vorsitzende Hinnerk Klatte nur von einem sportlich bescheidenen Vereinsjahr berichten. „Wir konnten unser Familienturnier nicht ausrichten, da wir die Corona-Bestimmungen nicht einhalten konnten“, so der Vorsitzende, der davon ausging, dass das Sportjahr 2022 normal verlaufen könne.
Auch Geschäftsführerin Alexandra Wright konnte nur die Planwagenfahrt und die Helferparty nach dem Turnier 2019 als Vereinsaktivität benennen. Trotz der Corona-Beschränkungen sei die Mitgliederzahl konstant geblieben. Zum Verein gehören 27 aktive Senioren, sieben aktive Junioren, 13 Familien und 30 passive Mitglieder.
Der Kassenbericht der Geschäftsführerin wies einen positiven Bestand auf. Die Haupteinnahme wurde durch die Mitgliedsbeiträge erzielt, während Verbands- und Sportbundabgaben im letzten Jahr den größten Ausgabeposten gebildet hätten. Die Kassenprüfer Alwin Schrand und Werner Völkerding konnten an der Kassenführung nichts beanstanden, so dass einer Entlastung nichts im Wege stand. Für den ausscheidenden Alwin Schrand wurde Louisa Tepe neue Kassenprüferin.
Turnier geplant
Am 6. und 7. August 2022 möchte die RG Klein Roscharden ihr Jugend- und Familienturnier veranstalten. Auch im kommenden Jahr wird der engagierte Verein die Organisation und Bewirtung selbst übernehmen. Der Turnierausschuss wird die konkrete Planung übernehmen.
Im Laufe des Winters und des Frühjahrs soll der Richterturm an der Reitanlage saniert werden. „Der Turm ist über 20 Jahre alt. Inzwischen wird außerdem immer mehr Technik eingesetzt. Da reicht der jetzige Zustand nicht mehr. Die Kostenvoranschläge belaufen sich nach ersten Berechnungen auf 16500 Euro. 5500 Euro hat die Gemeinde Lastrup nach den Sportfördererrichtlinien zugesagt“, informierte Vorsitzender Hinnerk Klatte die Mitglieder. Ein Bauausschuss soll sich nun um die Realisierung kümmern.
Heftige Diskussion gab es zum Vorschlag des Vorstandes, die aktiven Vereinsmitglieder zur Arbeitsleistung heranzuziehen. „Nur das Lob: Alles ist schön! Macht weiter so – reicht nicht. Davon haben wir beim Turnier und seiner Vorbereitung und bei der Unterhaltung der Anlage noch keine Hilfe. Viele arbeiten ehrenamtlich. Da sollten sich einige nicht drücken“, hieß es in der Diskussion. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, dass in Zukunft jedes aktive Vereinsmitglied mindestens fünf Stunden in der Saison auf der Anlage arbeiten soll.
