Lastrup - Lukas Frese (26) ist seit wenigen Tagen Bezirksförster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in der Bezirksförsterei Lastrup. Frese tritt damit die Nachfolge von Paul Kemper an, der in den Ruhestand gewechselt ist. Kemper hatte das Gebiet seit 1985 betreut. Damit haben Waldbesitzer in und um Lastrup einen neuen Ansprechpartner.
Auf Frese wartet in der Bezirksförsterei spannende und abwechslungsreiche Arbeit: Er ist für 355 Waldbesitzer zuständig, die in der Waldschutzgenossenschaft Wachtum (342 Hektar) und in der Forstbetriebsgemeinschaft Lastrup (1701 Hektar) organisiert sind. Freses Arbeitsschwerpunkt wird die Kalamitätsbewältigung der vergangenen drei Jahre sein: In dieser Zeitspanne haben Trockenheit und Borkenkäfer den Beständen stark zugesetzt. Der 26-Jährige wird sich um die Wiederaufforstung der entstandenen Kahlflächen mit klimastabilen Baumarten kümmern.
Frese hat an der Georg-August-Universität Göttingen Forstwirtschaft studiert und wechselte 2018 in den Vorbereitungsdienst der LWK. Bis zu seinem Dienstantritt in der Bezirksförsterei Lastrup war er im Laufe dieses Jahres als Förster zur besonderen Verwendung im Forstamt Weser-Ems und anschließend als kommissarischer Leiter der Bezirksförsterei Visbek beschäftigt.
„Wir danken Paul Kemper für seinen jahrzehntelangen, erfolgreichen Einsatz für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und freuen uns sehr, dass wir mit Lukas Frese einen im Hause der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ausgebildeten Förster und damit sehr gut eingearbeiteten Nachfolger haben, der die künftigen großen Herausforderungen im Bezirk meistern wird“, betonte Dr. Florian Stockmann, Leiter des Forstamts Weser-Ems.
Das zusammen 2043 Hektar große Gebiet ist kleinteilig: Im Durchschnitt gehören den Waldbesitzer etwa fünf bis zehn Hektar Fläche. Die Försterei ist geprägt vom Orkan „Quimburga“ 1972. Der Großteil der Bestände wurde nach diesem Orkan neu angepflanzt. Ältere Bestände sind zumeist von der Kiefer geprägt. Dominierende Baumarten sind Kiefer, Lärche und Douglasie. Vor allem das Gebiet der Waldschutzgenossenschaft Wachtum ist stark von der Japanlärche geprägt.
