Lastrup - Rund zwei Millionen Euro möchte das St. Elisabeth-Stift Lastrup für die Erweiterung des Altenpflegeheims an der St.-Elisabeth-Straße 12 am Dorfpark in Lastrup investieren. Das geht aus den Plänen hervor, die Geschäftsführer Guido Suing nun vorstellte. Insgesamt sollen durch Anbau und Erweiterung 15 neue Pflegeplätze entstehen, von denen zwölf in einem ebenerdigen Anbau nach dem Hausgemeinschaftsmodell entstehen sollen. Zusätzlich zu diesen zwölf Plätzen entstehen nach den nun vorgestellten Plänen im ersten Obergeschoss drei neue Einzelzimmer und im Dachgeschoss ein Appartement für einen Mitarbeiter sowie neue Personal-Umkleidemöglichkeiten.

Das Seniorenpflegeheim St. Elisabeth, direkt am Dorfpark gelegen, verfügt zurzeit über 59 Pflegeplätze, die vornehmlich in hellen, geräumigen Einzelzimmern angeboten werden. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad mit barrierefreier Dusche, Waschbecken und WC sowie ein höhenflexibles Pflegebett. „Seit circa drei Jahren ist die Nachfrage nach Pflegeplätzen höher als das Angebot, das wir hier bieten können. So mussten wir in den letzten Jahren feststellen, dass wir einigen Pflegebedürftigen auch aus der Gemeinde Lastrup kein Angebot unterbreiten konnten“, so Geschäftsführer Guido Suing.

„Auch die Kurzzeitpflege konnten wir nicht in dem Umfang anbieten, wie es nötig wäre und wie wir uns das vorstellen. Es ist gut, dass wir mit diesem Entwicklungsschritt hier Abhilfe schaffen können“, sagt Geschäftsführer Suing. „Ich glaube, unsere Lage und die Qualität der Pflege, die wir unseren Bewohnern bieten, schlägt durchaus positiv zu Buche“, meint Suing.

Der Stiftungsrat des St. Elisabeth-Stiftes hatte im März, wie Suing informierte, die Grundsatzentscheidung zu diesem Schritt getroffen. Inzwischen sei eine Grundstücksfrage mit der Gemeinde Lastrup geklärt worden, so dass die Bauvoranfrage seitens des Landkreises Cloppenburg positiv beschieden wurde.

Mit dem Hausgemeinschaftsmodell betritt die Einrichtung Neuland. „So soll in einer Gemeinschaftsküche das Mittagessen von unseren Mitarbeitern zubereitet werden. Wenn die Bewohner möchten und in der Lage sind, können sie unsere Mitarbeiter unterstützen und kleine Tätigkeiten übernehmen. Die Bewohner sollen etwas stärker ,Häuslichkeit’ wahrnehmen. Zusammen mit unserem Fachbereich ,Hauswirtschaftlicher Service’ sind wir zurzeit dabei, das finale Betriebskonzept für diese Wohngruppe zu entwickeln. Alle zusätzlichen Plätze werden als Einzelzimmer geplant“, sagt Pflegedienstleiter Thomas Westendorf.

Das Projekt wird begleitet vom Büro Ortmann & Möller Bauplanung GmbH. Beim Pressegespräch lobten Andreas Ortmann und Katharina Gerke: „Es ist eine Architektur gefunden, die sich zum einen gut an das Bestandsgebäude anfügt und zum anderen nicht zu mächtig in den angrenzenden Dorfpark hineinwirkt. Parallel entsteht in Richtung Dorfpark eine Terrasse, die zum Verweilen einlädt. Es ist gut, dass der Bauherr sich in Richtung Elisabeth-Str. für eine eingeschossige Bauweise entschieden hat.“

Der Baukörper ist nach dem Energiestandard KFW 55 geplant.